Gendern hilft da nicht

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Zur Genderisierung der Sprache wird uns folgende Meinung geschrieben:

Die Genderisierung der Sprache wird die schwachen Leistungen der Schüler in Deutsch weiter verschlechtern. Hat schon jemand bemerkt, dass die Pluralbildung weiblich ist? „Liebe Gäste und Gästinnen“ – wie ich in einer Toilette lesen konnte, finde ich geradezu lächerlich.

Es werden aus Gründen der Geschlechtergerechtigkeit nicht mehr Frauen die Vorstandsetagen erreichen, da dort allein die Leistung zählt – und das ist gerecht.

Die Genderisierung auf die Spitze getrieben hat ein Mann, der von der Deutschen Bahn 1000 Euro Schmerzensgeld verlangte, da er sich falsch angesprochen fühlte. Ich sollte vielleicht von der Industrie- und Handelskammer Essen Schmerzensgeld verlangen, da in meinem Kaufmannsgehilfenbrief „Industriekaufmann“ steht. Heute wäre das eine Diskriminierung, mich hat es damals gestört.

Für mich steht fest, dass ich kein Buch kaufen werde, welches sich der Genderisierung bedient. Das verdirbt mir nur den Spaß am Lesen.

Die deutsche Sprache leidet bereits durch die Dominanz des Englischen. Wenn ich mir die Werbung in Medien und Schaufenstern anschaue, wähne ich mich in England. Nirgendwo bildet sich Widerstand gegen diesen Zeitgeist.

Marlies Böcker-Stastny,

Hockenheim

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