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Oftersheimer Ampelausfall - Kreisverkehr wäre besser gewesen Hätte, hätte Fahrradkette

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Zum Artikel „Ausnahmezustand an der Ampel“ vom 5. Mai wird uns geschrieben:

Tja, ist es nicht so, dass Untätigkeit oder vermeintliches sparen oder nicht investieren in der Regel am Ende teurer kommt?

Vor einigen Jahren hat die Gemeinde Oftersheim die Heidelberger Straße (Kreisstraße) vom Land in Gemeindebesitz übernommen und damit auch die Kostenlast. Zur Erinnerung sei erwähnt – auch auf starken Druck einer der ersten Bürgerinitiativen (BI) in Oftersheim. Zwei wesentliche Anregungen der BI waren damals: Tempo 30 und zwei Kreisverkehre (oder „Ovale“). Einer genau an dieser Stelle, bei der die Ampel nun ausfiel, der andere Richtung Ortsausgang in Richtung Walldorf.

Jetzt stellen sich für die Bürger, den Gemeinderat und den Bürgermeister, (beziehungsweise seine ihm zuarbeitenden Mitarbeiter im Bauamt) – gerade bei „endlichen Finanzen“ hin (sinnvolles sparen) und zum Thema Nachhaltigkeit jeder Maßnahme – die folgenden Fragen: Was kostet denn eine jährliche Wartung an den Ampeln und die anfallenden Reparaturen dieser? Was kostet eine neue Ampelanlage? Ist dieses Geld nicht zum Fenster hinausgeworfen – falls dann doch irgendwann die versprochenen sinnvollen Ovale (Kreisverkehre) kommen?

Nun, wenn nicht jetzt, wann denn dann – Kreisverkehre! Die Verkehrsregeln an den Stellen sind eindeutig und mit einer Unterstützung durch die örtlichen Ordnungsdienste zu Zeiten, in denen Kinder zur Schule gehen, ist ein planen und bauen für einen flüssigen Verkehr (ohne Ampeln) angesagt!

Darum: Die Pläne raus aus den Schubladen und Kreisverkehre bauen für Heidelberger Straße, Hardtwaldring, Scheffelstraße, Uhlandstraße und Feldabfahrt in Richtung Heidelberg sowie der zweite für Hardtwaldring, Max-Planck-Straße, Lindenstraße und Mannheimer Straße in Richtung Walldorf. Investieren lohnt und spart dann sogar noch auf Dauer das wenige Gemeindegeld – ganz zu schweigen von einem guten Auftritt der Gemeindeeinfahrten.

Klaus Meyer, Oftersheim

Unnötige Investition

Die Ampel ist ein Auslaufmodell. Sie wird nur noch von Verkehrsplanern „von gestern“ empfohlen. Eine neue Lichtsignalanlage in der Heidelberger Straße in Oftersheim kostet mindestens 40 000 Euro. Die jährliche Wartung etwa 5000 Euro. Der renommierte Verkehrs- und Stauforscher Michael Schreckenberg sagte schon 2010, dass die Hälfte aller Ampeln abgeschafft werden könnten – ohne Sicherheitsbedenken. Köln und München machen das bereits.

Ebenso könnte man in Oftersheim mit Shared Space beginnen und auch noch weitere Verkehrszeichen ab-montieren, so wie es nach Auskunft des Verkehrsclub Deutschland (VCD) bereits 50 Kommunen machen. Dazu ein paar Minikreisel und man spart so locker 100 Tonnen CO2 jährlich ein.

Ulrich Pfeiffer, Schwetzingen

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