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Abzug aus Afghanistan Hoffnung ist dahin

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Die Geschichte wiederholt sich. Befasst man sich mit der Vergangenheit von Afghanistan, erkennt man ohne viel Aufwand, dass alle Versuche fremder Mächte sich mit militärischer Gewalt in Afghanistan zu etablieren, zum Scheitern verurteilt waren. Diese Erkenntnis setzt sich nach 20 Jahren nun auch bei den USA und ihren Verbündeten durch.

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Was bleibt aus deutscher Sicht? 59 tote Soldatinnen und Soldaten, eine große Anzahl Verletzter und eine noch größere Zahl von Angehörigen der Bundeswehr mit bleibenden traumatischen Schäden. Was denken jetzt die Angehörigen der Gefallenen?

Ich selbst war in der Zeit von 2002 bis 2016 21 Mal in Afghanistan und mit dem Wiederaufbau der Wasserversorgung beschäftigt. Wird das Engagement des Westens eine Nachhaltigkeit haben? Ich befürchte „Nein“. Demokratie lässt sich nicht verordnen. Mit militärischer Gewalt entsteht keine Zukunft für die Menschen. Es wäre viel zielführender gewesen, man hätte mehr Geld in die Bildung junger Menschen investiert und die Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützt. Meine Hoffnung auf eine gute Zukunft dieses geschunden Landes mit seinen wunderbaren, äußerst gastfreundlichen Menschen ist dahin – und das tut weh.

Eberhard Oehler, Ketsch

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