Im Zirkus gefangen und eingesperrt

Lesedauer

Zu unserem Artikel „Endlich wieder Zirkusluft“ in der SZ-Ausgabe vom 4. November wird uns geschrieben:

Der Besuch beim Zirkus – auch noch im eigenen Ort – könnte wirklich schön sein, wenn darunter nicht unschuldige Tiere leiden müssten. Dass ein Zirkus den natürlichen Bedürfnissen von Wildtieren nicht gerecht werden kann, ist schon lange bekannt.

Die Tiere werden mehrfach im Jahr in engen und dunklen Transportwagen von Ort zu Ort transportiert, in viel zu kleine Käfige gesperrt, um bei lauter Musik und Scheinwerferlicht absurde Kunststückchen aufzuführen, die gegen ihre Charakterzüge und ihr Verhalten sprechen. Hierzu zählt auch das Pony- und Kamelreiten nach der Show.

Mehr zum Thema

Festgelände im Bruch

Endlich wieder Zirkusluft

Veröffentlicht
Von
Caroline Scholl
Mehr erfahren
Festgelände im Bruch

Mobile Jugendarbeit in Ketsch: Respekt vor der Kunstform mit Spraydose

Veröffentlicht
Von
csc
Mehr erfahren
Tierschutz in Ketsch

Gemeinde Ketsch hilft Igeln durch den Winter – und gibt Tipps für den Garten

Veröffentlicht
Von
Svea Thüning
Mehr erfahren

Ersteres wurde bereits vor Jahren beim Ketscher Backfischfest abgeschafft. Dass die Gemeinde Ketsch nun diese Art der Tierquälerei duldet und unterstützt, ist absolut unverständlich und ein Schritt in die falsche Richtung. Kommerzialisierung und Profit dürfen nicht vor Tierwohl stehen.

Tiere haben ein Recht auf artgerechte Haltung, und wir Menschen haben die Verantwortung diese sicherzustellen. Spätestens wenn die Tiere ihrer Würde beraubt werden und panisch durch die Straßen von Ketsch rennen, müssen wir uns unserer Verantwortung bewusst werden, indem wir diese Art der Profitgier nicht durch unsere Eintrittskarte unterstützen.

Wer nicht auf Akrobatik und andere Kunst verzichten will, kann einen Zirkus ohne Tiere besuchen. So, wie das bereits bei vielen anderen Zirkussen – auch renommierten wie Circus Roncalli, Cirque du Soleil oder anderen – der Fall ist.

Samira Montag, Ketsch