Reaktion von Ärzten Impfbereitschaft lieber fördern

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Die Reaktion eines Teils der Ärzteschaft und ihrer Funktionäre auf die von Jens Spahn erfolgte Aufforderung Moderna bevorzugt zu verimpfen, da das Verfallsdatum nahe ist, ist in Anbetracht des Infektionsgeschehens scharf zu kritisieren.

Anstatt proaktiv die Impfbereitschaft zu fördern, wird in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt – ohne stichhaltige Begründung – der Moderna-Impfstoff sei nicht zu vermitteln, die wahrscheinlichen Vorteile der „Mischimpfung“ fürs Boostern sogar ignoriert. Ich frage mich, was mit dieser Art der Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden soll?

Soll der mögliche Ansturm auf die Praxen gebremst werden? Vielleicht sollten sich die Standesvertreter erinnern, dass sie die Einrichtung der Impfzentren als nicht notwendig erachteten, da das Impfen Kernaufgabe der niedergelassenen Ärzteschaft sei. Ungeachtet dessen ist die Kommunikation des geschäftsführenden Gesundheitsministers an Naivität nicht zu überbieten. Es ist unstrittig, dass der Moderna-Impfstoff als exzellenter Impfstoff einzustufen ist.

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