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Rennstrecke - Sollen sich die Bürger ein neues Zuhause suchen? / Neben dem Lärm fallen auch andere Umweltbelastungen ins Gewicht Ist Hockenheim noch lebenswert?

Lesedauer

Ich habe alle Leserbriefe mit großem Interesse gelesen, da ich selbst dem Lärm hier in Hockenheim ausgesetzt bin. Ich wohne im Birkengrund. Auch habe ich an dem Treffen mit der Geschäftsführung der Hockenheimring GmbH teilgenommen. Hier möchte ich ebenso den Herren Teske und Nerpel danken, die sich die Zeit genommen haben, um uns die momentane finanzielle Situation des Rings zu erläutern.

Leider war es mir nicht möglich, alle meine Fragen bezüglich des Rings zu stellen, was sowohl der Größe der Runde als auch dem fehlendem Willen, jeden mal zu Wort kommen zu lassen, geschuldet war.

Deshalb nutze ich hier den Weg des Leserbriefs, um meine Fragen an Oberbürgermeister Marcus Zeitler und an den Gemeinderat zu stellen, in der Hoffnung diese beantwortet zu bekommen.

Frage 1: Wie oft wurde die Betriebsgenehmigung, auf deren Einhaltung Sie sich, Herr Zeitler und die Geschäftsführer des Rings immer wieder berufen, überprüft? Laut Aussage eines Gesprächsteilnehmers ist diese wohl aus dem Jahr 2001, also 20 Jahre alt. Entspricht diese Genehmigung des Landratsamtes noch den heutigen wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen bezüglich Lärmbelastung? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Dauerbeschallung, wie sie im Moment stattfindet, keine gesundheitlichen Auswirkungen haben soll. Wie ein Vorredner schon erwähnte, sind Erholungspausen im Garten nicht mehr oder nur bei bestmöglichen Windverhältnissen möglich. Ich arbeite zur Zeit im Homeoffice, auch bei geschlossenem Fenster fällt es mir schwer, mich bei dem Lärm auf meine Arbeit zu konzentrieren.

Frage 2: Welche Bezirke von Hockenheim und welche Nachbargemeinden sind von dieser Lärmquelle betroffen und wie stark? Beschränkt sich die Lärmbelästigung auf die angrenzenden Bezirke Hockenheims und somit auf eine Minderheit, deren Verärgerung man in Kauf nimmt?

Frage 3: Im ganzen Land geht es um Klimawandel und die notwendigen Maßnahmen zum Umweltschutz. Wir sehen zurzeit jeden Tag im Fernsehen Flutkatastrophen. Bundesweit versuchen sich die Parteien mit Lösungsvorschlägen zum Klimaschutz zu profilieren. Während auf kommunalpolitischer Ebene das Gegenteil geschieht. Tagtäglich werden hier im hohen Maße, zum Spaß weniger, Emissionen freigesetzt. Wo bleibt der Umweltaspekt. Es wird totgeschwiegen, Feinstaubbelastung und CO2-Belastung wird toleriert. Kein Wort in den Zeitungen. Oder habe ich was überlesen?

Frage 4: Wie sehen, Herr Zeitler, hier Ihre Lösungsansätze als Vertreter der Hockenheimer Bürger aus? Müssen denn Beschränkungen nicht durch die Politik, also durch Sie erfolgen? Sollen wir uns mit Gehörschutz in unserem Garten aufhalten oder unser Haus, in das wir sehr viel Geld und Energie gesteckt haben, verkaufen und uns eine ruhigere Bleibe suchen? Was wäre Ihr Rat an uns Bürger?

Sabine Oellers, Hockenheim

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