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Klimaschutz - Zum Kommentar von Beate Kranz („Spart alle Energie!“, SZ, Seite 2, 31. März). Jeder kann Energie sparen

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Zum Kommentar von Beate Kranz („Spart alle Energie!“, SZ, Seite 2, 31. März):

Beate Kranz hat absolut Recht. Die Unabhängigkeit von russischen Energieträgern ist wichtiger denn je und es gibt viele Stellschrauben, an denen jeder Einzelne und jede Kommune drehen kann. Sie nennt die Beleuchtung der Städte als Beispiel – allein in meinem Schwetzinger Wohnumfeld sehe ich die ganze Nacht über so viel unnötig brennendes Licht. Da wird nicht nur Energie verschwendet, sondern die Lichtverschmutzung schadet obendrein bekannterweise massiv den Insekten.

Und selbstverständlich liegt im Verkehrsbereich ein großes Einsparpotenzial. Warum aber sagt Bundesverkehrsminister Volker Wissing etwas ganz anderes? In einem Interview vom 24. März wird er mit dem Satz zitiert: „Tempolimits und autofreie Sonntage helfen niemandem.“ Was für eine lächerliche Aussage. Ein Tempolimit ist lange überfällig. In einem Beitrag des unabhängigen Recherechenetzwerks „Correctiv“ lese ich, dass der Verbrauch um über drei Milliarden Liter Benzin gesenkt würde, etwa zehn Prozent des jährlichen Gesamtverbrauches. In Zeiten einer fatalen Abhängigkeit von Russland eine relevante Einsparung und autofreie Sonntage würden noch dazukommen.

Auch dem Klimaschutz wäre geholfen. Deutschland verfehlt wieder einmal die gesteckten Klimaziele. Die CO2-Emmissionen steigen sogar. Es braucht Geschlossenheit, um Russlands Präsident Wladimir Putin durch eine möglichst schnelle Regionalisierung unserer Energieversorgung die Rote Karte zu zeigen. Aber auch, um endlich im Klimaschutz mit größeren Schritten voranzukommen.

Wenn führende Politiker in diesen Zeiten immer noch Partialinteressen etwa der Autoindustrie in den Vordergrund stellen, ist dem großen Ganzen nicht gedient.

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Von
Petra Schenck
Ort
Schwetzingen
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Beate Kranz
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