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Kein Anwalt des Staates

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Zum Leserbrief „Im Schwimmbad belästigt und beleidigt“ vom 27. August wird uns geschrieben:

Wer Marga Char kennt, weiß, dass sie seit Jahren in der Schillerschule und im dazugehörigen Hort Kinder von Familien unterrichtet, die vor Kriegen, Hunger und Elend nach Deutschland geflohen sind. Sie bringt ihnen Deutsch bei und mit ihrem Gesang Freude und Lebensmut.

Wie kam sie aber dazu, sich zu beklagen? Sie ist klein von Gestalt und wenn sie in dem von ihr hochgeschätzten Brühler Freibad schwimmen möchte, kann es vorkommen, dass man sie übersieht. Als sie von einem rücksichtslosen Badegast weggeschoben, getreten und sogar verletzt wurde und dieser rücksichtslose Rowdy sich nicht mal entschuldigte, hätte der Bademeister einschreiten müssen.

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Doch Char musste selbst bei der Polizei ihr Recht suchen und hat es leider nicht bekommen. Ihren Fall weiterzuverfolgen, sei „nicht im öffentlichen Interesse“, wurde ihr erklärt. Nun ist Marga Char nicht irgendwer. Mit ihrem Unterricht dient sie dem öffentlichen Interesse. Es könnte sein, dass sie von einem Staatsdiener erwartet, sich ähnlich verantwortungsvoll zu verhalten wie sie. Wenn ein Staatsanwalt das anders sieht, muss man das bedauern. So wie es sich hier darstellt, handelte er eben nicht als Anwalt des Staates.

Helmut Mehrer, Brühl

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