Geothermie - Pöltls provokanter Standortvorschlag schockiert uns Kein Kraftwerk im Hardtwald

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Der Schwetzinger Oberbürgermeister Dr. René Pöltl hat am 12. Dezember ein Interview in der Rhein-Neckar-Zeitung gegeben. Die Frage zum Thema Geothermie ist unseres Erachtens wichtig und auch für die Leser der Schwetzinger Zeitung interessant. Er sagt unter anderem, er könne sich die Schwetzinger Hardt als Standort für ein Geothermiekraftwerk vorstellen. Dr. Pöltl meint außerdem, er möchte wegen dem Risiko kleinerer Erderschütterungen, die man nicht ausschließen könne, so ein Kraftwerk nicht in der Nähe seiner Gemeinde haben. Wir sind fassungslos.

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Die Schwetzinger Hardt ist Waldschutzgebiet und sie ist Naturschutzgebiet, Vogelschutzgebiet, Fauna-Flora-Habitat, Erholungswald, Bannwald und Trinkwasserschutzzone. Wir können uns so ein Kraftwerk im Hardtwald nicht vorstellen. Mit der Gefahr seismischer Ereignisse ist das Risiko, das Trinkwasser zu gefährden, doch viel zu groß.

Sein provokanter Standortvorschlag betrifft auch die rings um die Hardt liegenden Gemeinden Reilingen, Hockenheim, Oftersheim, Sandhausen, Leimen und Walldorf. Was werden deren Einwohner und Naturschützer zu solchen Plänen sagen? Wir denken, es gibt viel geeignetere Standorte.

Das Gelände vom Großkraftwerk Mannheim würde sich anbieten. Hier sind schon fünf Kraftwerksblöcke stillgelegt, weitere Stilllegungen folgen. Im Industriegebiet Neckarau und Rheinau zwischen Rhein und Rhenaniastraße sind ebenfalls Flächen frei geworden. Selbst das verlassene Grundstück der Alten Ziegelei am Herrenteich ist doch eine Option. Man könnte auch Landwirte, die Äcker am Rhein haben, ansprechen, ob sie ein Grundstück veräußern wollen. Warum dann ausgerechnet der Hardtwald?

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Der Schwetzinger Hardt geht es heute wegen dem Klimawandel und den letzten Trockenperioden sehr schlecht. Die Gemeinden sollten besser Vorschläge entwickeln, wie sie dem kranken Wald und den verzweifelten Förstern helfen können.

Werner und Ingrid Jäkel,

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