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Corona-Zahlen - Kabarettist weiß sich kaum mehr zu helfen Kein Wert war höher

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Zum Leserbrief „Ein Blick auf Zahlen, die Mut machen“ vom 8. Mai wird uns geschrieben: Robert Krieger meint, dass ich ihn in irgendeine Schublade stecken möchte. Das liegt mir fern. Mir ist jede kritische Meinung recht. Aber ich habe das gleiche Recht, meine Meinung zu äußern. Ich wehre mich gegen die Verdrehung von Tatsachen oder gegen eine Verharmlosung von Gefahren. Ebenfalls gegen einen öffentlichen Aufruf, die Corona-Auflagen nicht einzuhalten.

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Ich habe mir die Videos des Kabarettisten Volker Pipser angeschaut – er bringt darin – wie es für einen Kabarettisten die Aufgabe ist – gesellschaftspolitische Themen in einer humorvollen überzeichneten Art dar. Als zeitkritischer Betrachter meine ich, es sind Beiträge zum Schmunzeln, die aber von einem Teil unserer Mitbürger falsch verstanden und zum Teil missbraucht werden. In der Mitteilung von Pipser an seine Fans, in der er seinen Rückzug von der Bühne mitteilt, schrieb er: „Aus gegebenen Anlass möchte ich mich an dieser Stelle von allen Corona-Leugnern, selbst ernannten Querdenkern, AfD-Fans und rechten Extremisten distanzieren. Diese Leute missbrauchen aus dem Zusammenhang gerissene Zitate und alte Texte, um mich in den asozialen Hetzwerken als vermeintlichen Kronzeugen für ihre kruden bis kranken Ansichten zu präsentieren. Ich weiß leider nicht, wie ich mich wehren kann, ohne einen Großteil meiner Lebenszeit damit zu vergeuden, gegen diese Machenschaften vorzugehen.“

Ein angeblicher Bericht von Prof. Dr. Krause war in der Tagesschau vom 14. April nicht zu finden. Zum Schluss noch in Wort zu den Todeszahlen. Krieger schreibt, dass es jedes Jahr mehr als 80 000 Todesfälle durch Herzinfarkt, Krebs, Embolien und Grippe gibt, für deren Vermeidung sich kein Mensch interessiere. Es geht um die Menschen, die aufgrund einer Corona-Infektion ihr Leben lassen mussten. Denn diese Toten hätten zum Teil vermieden werden können, wenn alle die Regeln eingehalten hätten. Zwischen 2015 und 2019 hatten wir jährlich im Schnitt rund 932 000 Tote in Deutschland zu verzeichnen. Im Jahr 2020 waren es dagegen rund 986 000. Kein Wert der vorangegangen Jahre war höher. Ich bleibe also dabei, wenn wir uns alle an die Regeln halten, retten wir Leben.

Manfred Döring, Brühl

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