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Diskriminierung - Einschränkungen reproduzieren eine geschlossene Gesellschaft Kritische Öffentlichkeitsarbeit

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Wenn ein Marketingverein einer Stadt wie Hockenheim eine Christkind-Gesucht-Ausschreibung startet und dabei das Geschlecht sowie die Herkunft der möglichen Bewerber eingrenzt, wirft es ein Licht auf die Akteure des städtischen Kulturbetriebes. Die Frage: „Wem nutzt dieses Projekt?“ sollte dabei gestellt werden. Findet eine Willkommenskultur statt?

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Zum Teil wird eine geschlossene Welt immer wieder reproduziert. Die Realität einer diversen Gesellschaft in der Kunst- und Kulturlandschaft wird kaum widergespiegelt. Das Thema „Diskriminierung“ sollte als ernsthaftes Anliegen behandelt werden und nicht nur Aufmerksamkeit erfahren, weil es gerade „hip“ für deutsche Mainstream-Organisationen ist.

Zu dieser Anerkennung der Diskriminierung zählt vor allem das Eingeständnis der privilegierten Akteure und Akteurinnen, dass der Kulturbetrieb nicht allen gleichermaßen frei zugänglich ist. Damit einher geht die Bereitschaft der privilegierten Personen, sich mit den von ihnen mitgetragenen Ausschlussverfahren zu konfrontieren.

Insbesondere in der Veranstaltungsplanung ist Sensibilität gefordert. Bildet die Veranstaltung die Realität der Stadt und ihrer Bewohner ab, findet echte Teilhabe statt. Die Frage: „Wie wird Demokratie kommuniziert?“ ist Grundlage einer Planung. Werden Hierarchien benutzt bezüglich Geschlecht, Klasse, Ethnie und körperlicher Beeinträchtigung?

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Diskriminierungssensible Zusammenarbeit kann nur dann funktionieren, wenn die bisherigen Normen und Grundsätze in Frage gestellt werden. Das heißt, es muss eine Themenverschiebung stattfinden und eine mehrdimensionale Perspektive berücksichtigt werden.

Öffentlichkeitsarbeit benötigt Ziele und qualifizierte Mitarbeiter. Um eine diskriminierungssensible Zusammenarbeit zu ermöglichen, ist es wichtig, sich aus den eigenen „Komfortzonen“ herauszubewegen.

Stefanie Müller, Hockenheim

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