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Öffentlicher Nahverkehr Längere Strecken – weniger Haltepunkte

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Zum Artikel „Neue Strecken, Busse und Haltepunkte“ vom 11. Dezember wird uns geschrieben: Das ist wieder mal typisch für den VRN. Man wird vor vollendete Tatsachen gestellt. Von einem Tag auf den anderen ist eine Haltestelle weg und in der Zeitung steht „Neue Strecken, Busse und Haltepunkte“. Was für ein Hohn!

Für meinen bisher einstündigen Arbeitsweg von Brühl nach Mannheim-Neuostheim mit den öffentlichen Verkehrsmitteln heißt das: Die Bushaltestelle Reichskanzler-Müller-Straße ist weg und ich kann – wie viele mit mir, die dort auch bisher aus dem 710er-Bus ausgestiegen sind – nicht mehr quer die kurze Strecke bis zur Weberstraße laufen, an der zum Umstieg nach Neuostheim die Haltestelle der Straßenbahnlinie 6 liegt.

Stattdessen bin ich gezwungen ganz rein nach Mannheim bis zum Hauptbahnhof mitzufahren, muss dann aber wieder in die entgegengesetzte Richtung, weshalb ich lieber zum Tattersall laufe, verpasse dort aber meine übliche 6er-Straßenbahn – weil sie dort ja früher eintrifft und zudem nur im 20-Minuten-Takt fährt – und komme schlussendlich zu spät zur Arbeit.

Alternative: Ich nehme einen noch früheren Bus und bin zukünftig (für eine Strecke von 20 Minuten mit dem Auto) eineinhalb Stunden mit Bus und Bahn unterwegs.

Ist das die Methode, wie Bürger, die darauf verzichten, sich in die stinkenden Blechlawinen auf der Straße einzureihen, unterstützt werden? Indem sie zur „Belohnung“ für ihren täglichen Arbeitsweg noch umständlichere und noch längere Strecken bis zu ihrem Ziel zurücklegen müssen?

Vielen Dank VRN – für diese „Verbesserung“!

Cornelia Bundschuh, Brühl

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