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Lebensraum für bedrohte Tiere schaffen

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Zum Artikel: „Erstes Zwangsgeld verhängt“ (SZ, 5. Juli, Seite Metropolregion) erreicht uns folgender Leserbrief:

Der Erhalt bedrohter Tierarten wie der Haubenlerche ist gerade in diesen Zeiten von besonderer Bedeutung. Doch ob an der Ursache angesetzt wird, wenn man – wie in Walldorf – in den nächsten drei Jahren von April bis August alle Katzen einsperrt, ist fraglich. Schließlich sind nicht (nur) unsere Katzen verantwortlich, sondern doch vor allem der Mensch. Wir bebauen zusehends mehr Land, nehmen Tieren ihren natürlichen Lebensraum weg – und bestrafen die Katzen dafür.

Müsste man nach der Logik des Rhein-Neckar-Kreises dann nicht auch alle Menschen für die nächsten Jahre einsperren? Schließlich wissen wir alle, wir müssen CO2 einsparen, ansonsten nehmen Klima- und Umweltkatastrophen zu, verringern sich unsere Ernteerträge, nimmt der Hunger in der Welt zu und sterben Menschen. Nur: Keiner möchte das. Warum auch? Wir Menschen nehmen uns das Recht heraus, alles zu zerstören, weil wir es können, ohne an die Konsequenzen zu denken und vor allem, ohne Verantwortung dafür übernehmen zu wollen.

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Anstatt jedoch die Symptome anzugehen und Katzen einzusperren, sollten wir viel lieber an den Ursachen ansetzen. Lasst uns Städte begrünen, Steingärten verbieten, natürliche Lebensräume für Tiere, insbesondere bedrohte, schaffen, die gleichzeitig Erholungsorte für uns sein können. So ist allen geholfen – Mensch und Tier!

Vera Hanßen, Brühl

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