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Innenstadtverkehr - Das kann so eigentlich nicht bleiben Marstallstraße wieder öffnen

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Ich versuche es mal positiv zu formulieren: Sehr guter Ansatz, die betroffenen Bereiche der Neugestaltung Karlsruher Straße in Vorabrunden mit einzubeziehen, abgesehen von den beengten Platzverhältnissen. Es gab überwiegend Hinweise, mit Bitten zur Öffnung der Marstallstraße, um zumindest den südwestlichen Verkehr wieder einigermaßen wirtschaftlich sinnvoll und umweltbewusst abfließen zu lassen. Zumal in der Ecke Zähringer-/Friedrich-/Bismarckstraße auch noch einige Geschäfte stark frequentiert werden, die sich die 3,5 Kilometer Umwegschelte der Kunden anhören müssen.

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Wobei die Einbahnregelung der Straße bis heute niemand nachvollziehen kann, außer die wenigen Anwohner, die aber selbst entgegen der Einbahnstraße fahren und denen der Umweg auch etwas zu weit ist. Verstand und Verständnis hierfür sind zweierlei, bei der ungenügenden Begründung „Einbahnstraße aufgrund der Fahrradstraße“, die von Rädern so gut wie überhaupt nicht frequentiert wird?

Der Verlauf des Umbaus der Karlsruher Straße war sehr positiv, die Fertigstellung erfolgte vor dem Zeitplan und man kann dem Ganzen nur eine fachkundige, fleißige Baufirma bestätigen. Absolut lobenswert. Aber jetzt fährt oder rauscht der gesamte Verkehr wieder in vollem Umfang durch die neue tolle Straße, geparkt wird wie im Wilden Westen. Die Tempo-20-Zone scheint noch nicht gelesen worden zu sein, besonders hervorheben möchte ich die RNV-Linienbusfahrer, die wohl untereinander eine Wette laufen haben, wer am schnellsten durch die Karlsruher Straße fahren kann. Aber auch Pkw-Fahrer genießen den Rausch der Geschwindigkeit, ohne Rücksicht auf die Radfahrer, für die eigens eine Spur auf der Straße sein müsste.

Eigentlich wollte man ja das Zentrum etwas entlasten. Jetzt stehe ich in der Friedrichstraße in der langen Schlange vor der Ampel, bis ich mich über den Schlossplatz wieder in der stehenden Schlange der Karlsruher Straße einreihen darf. Die Clementine-Bassermann-Straße lässt man jetzt auch als Einbahnstraße bestehen, damit alle über den wunderschönen Schlossplatz fahren dürfen.

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Viel schlechter kann man eine Neugestaltung des Verkehrs im Zentrum nicht gestalten. Allein die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer ist in der Karlsruher Straße nicht gewährleistet, hier müssten bei allen Verantwortlichen die Alarmglocken angehen.

Sicher hat es gute finanzielle Reize gegeben, um die Marstallstraße entsprechend zu gestalten, aber manchmal zeigt man Größe, Fehler einzugestehen und etwas wieder gut zu machen, was mangelhaft geplant wurde. Es gibt wesentlich mehr Befürworter als Gegner dafür, die Marstallstraße wieder zu öffnen und wenn es da auch zu Geschwindigkeitsüberschreitungen kam, dann kann man mit entsprechenden Maßnahmen Abhilfe schaffen.

Klaus Dürk, Schwetzingen

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