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Ermittlungsverfahren gegen Dekan - Verdacht der Veruntreuung von Gemeindegeldern wiegt doch sehr schwer Mehr als eine Riesendummheit

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Wenn man die Aussagen des katholischen Dekans Jürgen Grabetz („Ich habe einen großen Fehler gemacht“ oder „Es war eine Riesendummheit von mir“) hört, könnte man meinen, es handelt sich hierbei um einen „Dumme-Jungen-Streich“. Fakt ist aber, dass Herr Grabetz Gelder aus der Gemeindekasse genommen hat. Und dabei ist unerheblich, aus welcher Motivation heraus er das getan hat. Vollkommen unbedeutend, ob er dies gemacht hat, um Bedürftige zu unterstützen oder der Bereitschaft zur Wiedergutmachung des finanziellen Schadens.

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Dass er die Angelegenheit selbst dem Erzbischof gemeldet und der Staatsanwaltschaft angezeigt hat, ändert nichts an der Tatsache der Veruntreuung. Auch die Höhe spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es hierbei um eine Straftat.

Zur Verdeutlichung: Wenn ein Arbeitnehmer bei seinem Arbeitgeber in die Kasse greift, dann fügt er seinem Arbeitgeber einen Schaden zu, der mit größter Wahrscheinlichkeit eine fristlose Kündigung zur Folge hat. Der Wert steht dabei nicht im Vordergrund, sondern der Bestand des arbeitsrechtlichen Vertrauens. Dieses wird durch einen Diebstahl in aller Regel schwerwiegend und nachhaltig gestört. Der Arbeitnehmer muss somit für sein Verhalten die Konsequenzen tragen.

Die Veruntreuung ist ein absoluter Vertrauensmissbrauch! Für einen Dekan, der auch leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Hockenheim ist, also eine Vorbildfunktion für die Gläubigen hat, die christliche Botschaft an die Gemeinde vermittelt, Messen zelebriert und Sakramente spendet, ist so ein Verhalten nicht tragbar.

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Deshalb ist es auch inakzeptabel, dass Herr Grabetz trotz Beurlaubung als Dekan weiterhin seine pastorale und seelsorgerische Tätigkeit in der Gemeinde fortsetzen und auch weiterhin Gottesdienste halten darf.

Auch wenn er von Erzbischof Burger von seinem Amt als Dekan entbunden wurde und er zusätzlich von der Vermögensverwaltung der Seelsorgeeinheit entpflichtet ist. Für alle diejenigen, die besonders gerne gegen die katholische Kirche stänkern und auf ihr herumhacken, ist das jetzt natürlich „hochwillkommen“. Dadurch werden die Gegner der katholischen Kirche nur noch mehr aufgestachelt. Dieser Vorfall wird mit größter Wahrscheinlichkeit einen Imageschaden für die katholische Kirche hinterlassen!

Abschließend betonen möchte ich noch, dass ich Herrn Grabetz keinesfalls für seine Tat verurteilen möchte, was mir auch gar nicht zusteht.

Vielmehr möchte ich ihn dazu auffordern, dass er die Konsequenzen in vollem Umfang alleine trägt und nicht noch durch eine Unterschriftenaktion durch Gemeindemitglieder unterstützt werden sollte, damit er sein Amt weiterhin ausüben und bleiben darf.

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Susanne Purkart, Reilingen

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