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Meinung, Freiheit und System

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Eine Betrachtung zu Deutschland und der Demokratie:

Wenn man heute auf die Welt schaut, sollte man nicht glauben, was viele Jahrzehnte Kampf für Freiheit und Rechte des Einzelnen heute noch wert sind. Überall auf dem Planeten werden Länder, die ich längst als unumstößliche Demokratien angesehen habe, von Kräften heimgesucht, die es schaffen Autokraten, Despoten und andere Populisten in ihren Machtzentralen zu installieren. Ein Lauffeuer der Ungerechtigkeit und Verachtung des Individuellen lässt die Freiheit schneller schrumpfen, als der offensichtliche Klimawandel die Menschheit von der Erde fegt.

Warum ist es so einfach für die Putins, Orbans, Bolsonaros und viele andere (vielleicht bald auch wieder Trumps), dass ihnen die Massen nahezu hörig sind? Ganz einfach: Es sind falsche Versprechen, Lügen und eine Medienlandschaft, die nur noch als Papagei des Herrschers eine Daseinsberechtigung hat.

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Obwohl wir hier in Deutschland eine freie Presse genießen, möchte ich aber auch hier mit Kritik nicht sparen. Ich verfolge in erster Linie die öffentlich-rechtlichen Nachrichten und muss sagen, der Journalismus hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Egal welches Thema aufbereitet wird, es wird nur das Negative beleuchtet. Konstruktive Kritik besteht nur in der Suche nach dem Haar in der Suppe. Demgegenüber werden das Geleistete und Positive, wenn überhaupt nur als Randnotiz erwähnt.

Ich habe noch viel auf dem Herzen, will aber hier nur noch eins erwähnen: Immer wieder höre ich in Gesprächen die Worte „scheiß Deutschland“. Ganz sicher läuft hier nicht alles rund und man kann es nicht jedem recht machen (wird schwer bei über 80 Millionen Einwohnern). Wir leben aber in einem Staat, der uns bei aller Freiheit, die wir genießen, auch noch ein System bietet, welches uns in vielen schwierigen Situationen nicht allein lässt, sei es Krankheit, Arbeitslosigkeit oder sogar Überschuldung. Für vieles werden Instrumente zur Verfügung gestellt, um Notlagen besser zu überwinden. Deshalb finde ich „scheiß Deutschland“ mehr als unangebracht.

Da die Hoffnung ja bekanntlich zum Schluss stirbt, sag ich mal lieber: Glück ade, tschüss und auf Wiedersehen.

Reinhard Marlok, Hockenheim

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