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Energie - Ein Glück, wer eine Solarthermieanlage hat und im Sommer sein Brauchwasser damit erwärmen kann Mit Putins Hilfe hin zur Wende!

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Keiner hätte es noch vor wenigen Tagen geglaubt, dass der Liter Diesel bald „fünf Mark“ kosten wird. Mal sehen, ob es noch mehr wird. Noch vor wenigen Tagen hatte ich mit einem Ketscher gesprochen, der gesagt hat: „Eine Solaranlage, egal, ob Solarthermie oder Photovoltaik rentiert sich nie.“ Natürlich nicht, wenn man die Preise betrachtete, die wir noch vor wenigen Monaten hatten. Doch jetzt! Ein Glück, wer eine Solarthermieanlage hat und im Sommer sein Brauchwasser damit erwärmen kann. Andere werden dafür dieses Jahr viel bezahlen müssen. Ein anderer Ketscher erzählte mir, dass er sich einen Generator kaufen will, einen Diesel, weil er ja Öl im Tank hat und damit könne man auch einen Diesel Generator betreiben, der dann zumindest Strom für die Heizungspumpen erzeugt. Warum dann keine Photovoltaikanlage mit Speicher? Die Leute haben die Zeichen der Zeit nicht gesehen!

Hätten wir heute das, was uns die Wissenschaft in den 1990er vorgeschlagen hatte, umgesetzt, dann wären wir bei weitem heute nicht so abhängig von russischen Importen. Natürlich hätte niemand geglaubt, dass es jemals zu so etwas kommen würde, aber dass wir abhängig sind, das wussten wir alle und natürlich hätte so mancher von uns vorsorgen können.

Zuschüsse gibt es ja schon lange für zum Beispiel Sanierungsmaßnahmen. Besonders hart wird es die Gemeinde treffen. Energiefresser wie zum Beispiel Hallen- und Freibad werden unbezahlbar. Ich bin schon gespannt, wann die Warmbadetage wegfallen. Aber auch die Rheinhalle, die alten, nicht gedämmten Schulen und die Kindergärten sind Energiefresser. Nachdem jetzt ja eindeutig ist, dass die Gemeinde Ketsch nach den extrem hohen Investitionen in die Schwetzinger Straße und in den Marktplatz pleite ist und auch nicht aufhört mit unnötigen Ausgaben, wie die Bekämpfung der Ameisen auf dem Friedhof (wem tun die da etwas), wird die finanzielle Situation der Gemeinde nicht besser mit den Energiefressern.

Manchmal habe ich das Gefühl, als würde unser Bürgermeister mit seinen treuen Gemeinderäten der Karren jetzt in den letzten Tagen seiner Amtszeit absichtlich noch mehr gegen die Wand fahren. Jeder, der sich mal die Haushalte der letzten Jahre angesehen hat, weiß, dass die Gemeinde schon länger über ihre Verhältnisse lebt. Die Haushaltsabschlüsse liegen seit 2019 nicht mehr vor. Wir werden da so manche Überraschung erleben, wahrscheinlich wird es noch schlimmer als befürchtet. Werden daher die Abschlüsse erst nach der Bürgermeisterwahl veröffentlicht? Wenn jetzt noch der Aldi geht und von da keine Gewerbesteuer kommt, dann wird wohl sehr bald, jetzt noch beschleunig durch die teure Energie, das Hallenbad, Freibad, die Bücherei und so weiter geschlossen werden müssen, die Gebühren, wie die Gebühren für die Kindergärten werden wohl deutlich erhöht werden müssen. Unser jetziger Bürgermeister denkt sicher: Das könnt ihr machen, wenn ich nicht mehr da bin, ich habe meine Baudenkmäler in dieser Gemeinde – die stehen noch, wenn ich nicht mehr da bin!

Aber hatte er nicht einmal geschworen zum Wohle der Gemeinde tätig zu sein. Macht er das? Auch hier hätte man in den guten Jahren nicht überteuerte Denkmäler bauen sollen, sondern nachhaltig wirtschaften und tatsächliche Probleme wie etwa die Rheinhalle angehen sollen. Richtig: Eine Lösung muss her! Ob der neue Bürgermeister eine Lösung hat? Zahlen darf es wie jetzt bei der Energie, der kleine deutsche (Ketscher) Michel! Und die, die den Karren in den Dreck gesetzt haben, sagen: Das konnte doch keiner ahnen! Konnte das wirklich keiner in dieser Gemeinde? Oder wollte das nur keiner wissen! Oder war es einfach nur bequem, sich nicht damit zu beschäftigen!

Wilfried Windisch, Ketsch

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