Mit Zaun und Esel

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Erinnerungen an den Weihnachts-markt in Schwetzingen vor einem Jahr teilt dieser Leser mit uns:

Es wurden um den Markt Zäune gegen Menschen gezogen, um sie vom Menschenrecht der kulturellen Teilhabe auszuschließen. Zwei Aspekte dieses Themas: Erstens: Der mündige Bürger. Die Impflüge, also die Aussage, der Impfschutz verfüge über einen relevanten und langdauernden Fremdschutz, war jedem Bürger durch fünf Klicks (!) im Internet als Lüge erkennbar: Es gab zum Beispiel im durchgeimpften Gibraltar im Sommer 2021 (!) eine gravierende Infektionswelle.

Zweitens: Die moralische Seite: Die Verhinderung von Ausgrenzungen und Diskriminierungen – ein Grundwert unserer Gesellschaft. Nun wurde dieser Zaun geplant, mit dem Sicherheitsdienst verhandelt, die Bespannung des Zaunes entworfen, in Auftrag gegeben und hergestellt, der Zaun wurde aufgestellt, der Sicherheitsdienst hat bei der Bewachung gearbeitet, die Vertreter der Kirche kamen. Viele Menschen waren beteiligt. Wo waren die Gewissensbisse?

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Ein Dank geht raus an das Land, das diesem unwürdigen Schandspiel im Herzen meiner Stadt nach einem Wochenende zum Glück ein Ende bereitet haben. Am ersten Advent traf ich in Schwetzingen in einer Seitengasse in der Dunkelheit und Kälte ein verzweifeltes junges Paar, das überall abgewiesen worden war – die Frau war schwanger und saß auf einem Esel.

Stefan Rieseberg, Schwetzingen