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Corona-Ausbruch im Waldorfkindergarten - Vorwürfe gegen die Eltern, die es der Zeitung gesagt haben und gegen die Zeitung, die das Interview veröffentlicht hat / Es gab schon früher Vorwürfe Nicht alle Vorschriften sind im Kindergarten umsetzbar . . .

Lesedauer

Zum Interview mit der Leiterin des Schwetzinger Waldorfkindergartens, Anne Lang, in der Ausgabe vom 6. April werden uns zahlreiche Leserbriefe geschrieben: Mit Entsetzen habe ich den Artikel und die Tonalität des Interviews mit Frau Lang über den Corona-Ausbruch im Waldorfkindergarten gelesen. Überschrift, Einleitung und die Art und Weise der Interviewführung kommen mir wie ein sensationsheischendes An-den-Pranger-Stellen vor.

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Mein Kind geht selbst seit etwa einem halben Jahr in den Waldorfkindergarten und ich kann die geschilderten Vorwürfe nicht nachvollziehen. Aufgrund meiner Arbeit, ebenfalls in einem Medienunternehmen, bin ich mit den aktuellen Corona-Verordnungen und -Maßnahmen vertraut. Der Waldorfkindergarten hat diese immer entsprechend umgesetzt, sodass ich diesbezüglich keinerlei Grund zu irgendeiner Beanstandung hätte.

Auch die Information und Kommunikation des Kindergartens und des Gesundheitsamtes anlässlich der Situation in den letzten Wochen ist einwandfrei und schnell gelaufen, wie von Frau Lang geschildert. Unser Kind war dabei selbst als Kontaktperson 1 mit Quarantäne betroffen, aber glücklicherweise eine der zahlreichen negativen Fälle, was wiederum für das Hygienekonzept des Kiga spricht, oder nicht?

Ich schätze zwar sehr, dass Frau Lang die Möglichkeit hat, in dem Interview ausführlich zu antworten. Aber was unter dem Strich hängen bleibt, sind die Mutmaßungen, dass sie eventuell eine Corona-Leugnerin und Querdenkerin sei, basierend auf einem Video von Schiffmann, das im April letzten Jahres geteilt wurde – im April 2020? Wir haben jetzt April 2021!

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Klar, Schiffmann geht gar nicht. Aber das ist angesichts des Zeitraums in meinen Augen doch sehr an den Haaren herbeigezogen und liest sich für mich eher nach einem Gerücht, das man nicht einfach so in den Raum hätte stellen sollen.

Ich weiß nicht, was die drei Elternpaare bewogen hat, sich an die Zeitung zu wenden. Aber ich bitte doch sehr, in Zukunft etwas sensibler mit dem Thema umzugehen. Dass eine Praktikantin oder wer auch immer Covid-19 irgendwohin gebracht haben soll, tut doch gar nichts zur Sache. Vielmehr impliziert dieser Titel, als ob jemand Schuld hat und wissentlich eine Krankheit verbreitet hat. Corona ist ein Virus, das sich ausbreitet. Wenn, dann ist allein das Virus Schuld und man braucht keinen Schuldigen.

Silvia Schumacher-Ilzhöfer,

Schwetzingen

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Enttäuschende Fehldarstellung

Maßlos enttäuscht und entsetzt habe ich den Artikel über den Waldorfkindergarten in Schwetzingen gelesen, der unseren Kindergarten mit reißerischer Überschrift und haltlosen Vorwürfen in ein schlechtes Licht zu rücken versucht.

Nachdem Anne Lang alle Vorwürfe und Unterstellungen plausibel erklärt und widerlegt hatte, hätte dieser Artikel, der ganz offensichtlich eine persönliche Attacke dreier Elternhäuser gegen ihre Person darstellt, nie abgedruckt werden dürfen. Erst recht nicht in dieser verzerrten Darstellung und Dimension!

Ich selbst bin dem Kindergarten seit mehr als zwei Jahrzehnten verbunden und vertraue der Einrichtung und Anne Lang – der ich mein Kind tagtäglich anvertraue – zu 100 Prozent. Für mich als Mutter gibt es in Schwetzingen und der näheren Umgebung keine vergleichbare Alternative. Nirgendwo sonst könnte ich mein Kind jeden Morgen mit solch reinem Gewissen abgeben!

Ich danke den Erzieherinnen für ihre Warmherzigkeit, für ihre unvergleichliche Fürsorge, den vertrauensvollen Umgang und für den Mut, den sie aufbringen, selbst in dieser beängstigenden Zeit die Interessen unserer Kinder immer in den Vordergrund zu stellen. Danke!

Mona Larissa Mendes,

Schwetzingen

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Herzliche Betreuung

Auch wir sind Eltern von zwei sehr gut behüteten Kindern im Waldorfkindergarten. Die Einrichtung ist uns seit vielen Jahren bekannt, wir sind überaus glücklich, wie herzlich unsere Kinder betreut werden. Sowohl von den sehr kompetenten Erzieherinnen als auch von der vorbildlichen Leitung des Kindergartens. Aus unserer Sicht wurde hier sehr vorbildlich mit der Situation umgegangen.

Seit Beginn der Pandemie merkt man eine Abspaltung einiger weniger Eltern, was unserer Meinung nach nicht der Waldorfpädagogik entspricht. Die Hygienemaßnahmen, die Frau Lang seit Beginn der Pandemie erstellt hat, entsprechen vollkommen der Corona-Verordnung. Dies können wir sehr gut beurteilen, da wir selbst zwei Ladengeschäfte in Schwetzingen führen und dort auch Hygienekonzepte umsetzen.

Was wir sehr positiv fanden, dass unsere Kinder nicht zu stark mit dem Thema Corona konfrontiert werden, die Erzieherinnen auf das Tragen der Masken verzichtet haben. Körperliche Nähe ist absolut wichtig für den Umgang mit Kindern und sie lernen so viel über die Mimik. Was wir für sehr problematisch halten, ist die Angst mancher Eltern, die sich auf Kinder überträgt und somit ihrer Kindheit schadet. Wir stehen hinter dem Konzept der Waldorfpädagogik und auch hinter der Kindergartenleitung, Frau Lang.

Wir finden es entsetzlich, dass Menschen, die sich nicht für unsere Corona-Politik positiv aussprechen, gleich als Corona-Leugner dargestellt werden. Frau Lang hat sich niemals auf irgendeine Art und Weise diesbezüglich negativ geäußert, sie ist stets vorbildlich und vorsichtig mit dem sensiblen Thema umgegangen und hat es wirklich versucht, jeder Sorge der Eltern entgegenzukommen. Den Eltern, die diesen unschönen Weg gewählt haben und nicht mit diesem Kindergarten beziehungsweise der Leitung einverstanden sind, raten wir ganz dringend, einfach den Kindergarten zu wechseln! Was ist bloß aus unserer Gesellschaft geworden?!

Wolfgang + Lolita Falke,

Schwetzingen

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Die kleinste Minderheit

Ihre Redaktion muss gelobt werden. Sie geben der kleinsten Minderheit ein Sprachrohr. Sie haben zirka fünf Prozent der Elternschaft im Waldorfkindergarten Schwetzingen die Möglichkeit eingeräumt, eine persönliche Fehde gegen die Kindergartenleitung öffentlich zu machen. Die Fragestellung des Journalisten ist ebenso fragwürdig, wie der ihm zugespielte Screenshot. Auf dieser mangelnden Basis einen solch hetzerischen Artikel zu veröffentlichen, damit haben Sie sich definitiv keinen Gefallen getan.

Die Haltung des Journalisten wirkt auch sehr voreingenommen, in Form der gestellten Fragen. Da man der Anthroposophie eine Affinität zur Querdenkerbewegung unterstellt, scheint ihr Mitarbeiter sich dahingehend schon im Vorhinein positioniert zu haben.

Ich selbst habe beruflich ein extrem vielfältiges Hygienekonzept zu beachten. Solch große Konzepte sind in einem Kindergarten nicht umsetzbar. Das stellte auch der Bund und die Länder schon fest. Oder warum müssen denn unsere Kleinsten keine Masken im Alltag tragen? In diesem Artikel wird eigentlich nur ein veraltetes Hygienekonzept angeführt, das bereits vor Erscheinen des Artikels angepasst und Neuerungen unter der Elternschaft bekannt gegeben wurden.

Wie haben wir vor einem Jahr die Sache gesehen und wie ist es heute? Die Ansichten und Maßnahmen haben sich innerhalb des letzten Jahres stetig verändert und so wird es auch zukünftig sein. So lernen wir alle dazu, ich hoffe Sie auch.

Dennis Holfelder, Schwetzingen

Die Meinung Einzelner

Leider ist ihr Artikel sehr schwach. Schlagzeile auf Bild-Niveau und überhaupt: was hat die Überschrift mit der anschließenden Stellungnahme der Leitung zu tun? Was soll die namentanzende Einleitung, die ohnehin nichts mit dem Thema zu tun hat? Halten Sie es für richtig, die arme Praktikantin zur Galionsfigur einer Einrichtung zu machen? Es hätte noch gefehlt, dass sie die Person beim Namen nennen.

Diese Meinung der Eltern spiegelt die Meinung Einzelner wider und ist nicht stellvertretend für das Gros der Eltern. Hier geht es um wenige, die ein generelles Problem mit der Führung der Einrichtung haben. Als Journalist hätten sie das mit ein wenig Aufwand herausfinden können.

Wie Frau Lang im Interview betont hatte, ging es ihr allem voran um das Kindeswohl. Sie war zu jedem Zeitpunkt den Eltern gegenüber sehr transparent, welche Maßnahmen wie umgesetzt wurden. Für persönliche Sorgen hatte sie nach unserer Erfahrung stets ein offenes Ohr.

Wer mit dieser Art der Handhabung ein Problem hat, hätte auch zu jedem Zeitpunkt seine Kinder zu Hause betreuen können. Unsere Töchter besuchen beide diese Einrichtung. Wir sind selbst sehr bedacht im Umgang mit der Pandemie und halten den Spagat zwischen Sicherheit und Kindeswohl für eine guten Weg.

Leider scheint es, dass es ihnen in ihrem Artikel wenig um das öffentliche Interesse ging. Vielmehr wollen sie mit einer reißerischen Schlagzeile Aufmerksamkeit erhaschen. Das schadet dem Ansehen des Journalismus.

Familie Lucas, Schwetzingen

Suche nach den „Verrätern“

Nachdem der Artikel über den Corona-Ausbruch im Waldorfkindergarten in der Zeitung erschien, wird unter der Elternschaft viel darüber diskutiert, wer die betreffenden drei Elternpaare sind, die sich an die Zeitung gewandt haben. Wir haben auch eine Tochter im Waldorfkindergarten. Die Regeln und Maßnahmen, die nach den Osterferien nun im Kindergarten gelten, hätten wir uns schon vor einem Jahr gewünscht.

Wir waren also im Bezug auf die Corona-Maßnahmen nicht immer einer Meinung mit Frau Lang. Den Weg, sich an die Presse zu wenden, haben wir aber nicht gewählt, halten es für falsch und möchten uns von diesem Artikel distanzieren.

Stefanie + Donatello Liccione,

Schwetzingen

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