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Einzelhandel zu Corona-Zeiten - Ein Aushang am Geschäft genügt – Unternehmer dürfen gar keine medizinischen Daten überprüfen Nicht zum Lakai machen lassen

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Zum Artikel „Handel beklagt zu strenge Regeln“ vom 17. September wird uns geschrieben: In der oben genannten Ausgabe begrüßte mich die Zeitung mit dieser Überschrift und im Wirtschaftsteil gab’s einen weiteren Artikel, der die Situation in der Region betrachtet: „Für uns ist das eine Vollkatastrophe.“

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Ich beobachte, dass hier die Diskussion wieder an Nebenschauplätzen geführt wird. Der Handel sollte sich endlich einmal positionieren und klar machen, dass er nicht der Lakai der Behörden ist. Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist es den meisten Unternehmern gar nicht erlaubt, medizinische Daten zu verlangen und einzusehen.

Auf das Gleichstellungsgesetz muss man sich gar nicht erst beziehen. Das besagt, dass alle Menschen (Kunden) gleich behandelt werden und niemand benachteiligt wird.

Ein schlichtes Plakat an der Tür der Geschäfte reicht aus, mit dem Hinweis, dass der Impfstatus beziehungsweise Test nicht kontrolliert wird – und kontrolliert werden darf – und, dass man davon ausgeht, wenn ein Kunde das Geschäft betritt, er die entsprechenden Nachweise hat. Die Kontrolle, sollte sie stattfinden, müssen die Behörden durchführen. Sollen sie doch an jede Tür einen Kontrolleur stellen. Viel Spaß dabei.

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In einem weiteren Artikel wird die Rechenmethode der Corona-Kennzahl kritisiert („Eine Corona-Kennzahl mit Schwächen“). Das wichtigste Argument wird in diesem Artikel leider nicht erwähnt. Bis heute werden nur die positiven Tests aufaddiert. Es gibt keinen Bezug auf die Anzahl der durchgeführten Tests. Würde man die Anzahl der Positiven durch die Gesamtzahl der Tests teilen, hätte man die Quote.

Stattdessen werden die Unge-impften ständig getestet und die Geimpften werden nur bei Symptomen getestet. Damit bekommt man logischerweise eine Pandemie der Ungeimpften. Richtig wäre zu erwähnen, dass die Ungeimpften lediglich einen positiven Test haben, die Geimpften aber krank sind (mit Symptomen). Diese Diskrepanz ist den Geimpften egal, sie sind ja schließlich nicht mehr von Einschränkungen betroffen und treiben damit die Spaltung der Gesellschaft weiter voran.

Liebe Händler, ihr habt es jetzt in der Hand. Eure Geschäfte waren lange geschlossen und selbst die staatlichen Hilfen konnten die Verluste nicht ganz ausgleichen. Was gerne vergessen wird, ist die Tatsache, dass sich das Einkaufsverhalten nachhaltig verändert hat. Wenn man über Monate hinweg bestimmte Dinge nicht einkaufen kann, verlagert sich der Einkauf ins Internet.

So entdeckt man ganz neue Shops und Produkte, die es zum großen Teil im stationären Handel nicht gibt oder nicht auf Lager hat und diese auch erst bestellen muss. Ob man eine Küchenmaschine, Gartengeräte oder Textilien sucht, im Internet wird man fündig. Wenn man diesen Luxus einmal kennengelernt hat, wird man nicht mehr zum stationären Handel zurückkehren. Vor diesem Hintergrund lässt sich jetzt der Handel wieder von den Behörden instrumentalisieren und ist der Meinung, klein beigeben zu müssen.

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Ich halte es so, dass ich grundsätzlich Geschäfte, Restaurants, Konzerte, Veranstaltungen und so weiter boykottiere, die einen Unterschied zwischen Geimpften und Ungeimpften machen, aus Solidarität. Jeder hat die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, wozu also noch Unterschiede machen?

Und wer jetzt die Überlastung unserer Krankenhäuser beklagt, der sollte wissen, dass im letzten Jahr viele Krankenhäuser geschlossen wurden und auch Personal abgebaut wurde. Außerdem befinden sich zum überwiegenden Teil die Ungeimpften in den Krankenhäusern und die haben sich zum Teil bewusst gegen eine Impfung entschieden. Es bleibt also eine freie Entscheidung jedes Einzelnen.

Peter Machurich, Altlußheim

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