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Aufenthaltsort - Nach Schmierereien eine Chance zur angepassten Neugestaltung Pavillon in Ketsch: Zurück zur Natur!

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Aus astfreiem Holz, handwerklich meisterlich konstruiert! Für 20 000 Euro nicht gerade billig, aber herrlich anzusehen!

So zeigte sich einst der Pavillon am Westufer des Ketscher Anglersees am Kreuzweisenweg. Bei so viel Sauberkeit fragte man sich gleich, wie lange das wohl so bleiben würde. Beispiele von Bushaltestellen, Stromkästen und Garagenwänden ließen darauf schließen, dass dieser jungfräuliche Zustand nicht allzu lange währen würde.

Obwohl ein Abfalleimer installiert ist, fiel eine Vermüllung bald ins Auge. Viel zu schwer, den Eimer zu treffen oder gar die Reste einer Feier mit nach Hause zu nehmen! Waren anfangs nur wenige „Tags“ anzutreffen, so wurden es bald mehr und mehr und das Ganze zunehmend unansehnlicher. Zerbrochene Flaschen krönten das Ganze.

Aus der Not eine Tugend machen! Also beschloss man, den Pavillon künstlerisch zu gestalten! Die Gestaltung mit Unterstützung eines Graffitikünstlers im Südseestil war zwar ziemlich kitschig und passte partout nicht in die umgebende Landschaft, aber sie verdeckte zumindest die Schmierereien. Fuhr man wegen der Umgehung der Hockenheimer Straße dort vorbei, so waren nur selten Besucher anzutreffen. Zeitweise war der Pavillon wegen Corona mit einem Bauzaun gesperrt.

Der Ketscher Bauamtsleiter erschrak nun über das Ausmaß der Schmierereien und ärgerte sich über die Frechheit junger Erwachsener. Er spekuliert, dass diese nicht aus Ketsch kommen, woran auch die mobile Jugendarbeit glaubt. Einem Leser der Schwetzinger Zeitung sind bei seinem Sonntagsspaziergang Swastika dort aufgefallen.

Hoffentlich sind nicht nur diese der Grund, den Pavillon endlich so zu verändern, dass es den Schmierfinken keinen Spaß mehr macht, sich dort zu verewigen! Der aufgetragene Schutzlack könnte die Strandlandschaft zwar wieder zu Geltung bringen bis zu deren neuerlicher Verunstaltung. Sinnvoller wäre ein holznachahmender Anstrich auf dem „Tags“ nur mit großer Mühe anzubringen wären! So würde sich der Pavillon auch in die Umgebung besser einfügen, worauf die Gemeinde bei Gebäuden ansonsten doch so großen Wert legt.

Klaus Tremmel, Ketsch

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