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Anschläge von Hanau und Würzburg - Der eine wird als politischer Täter, der andere als psychisch Kranker dargestellt – mit Absicht? Psychopathen, mit zweierlei Maß gemessen

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Ein markantes Beispiel, wie Politik und Medien ihr Publikum systematisch mit journalistischen Methoden beeinflussen und lenken können („Framing“) liefern zwei ähnliche Kriminalfälle. Gerade drei Wochen ist das Attentat von Würzburg her. Drei Frauen wurden ermordet, weitere teils schwer verletzt. Politisch ist man einfach zum Tagesgeschäft zurückgekehrt, keine Korrekturen der Asylpolitik. Bundeskanzlerin Merkel schweigt wie üblich in solchen Fällen.

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Die Opfer, ihre Geschichten, das Leid und die Trauer drohen ohne Konsequenzen in Vergessenheit zu geraten. Die Tat von Würzburg ist aber kein Fall alleine für Psychiater. Liest man Zeugenaussagen zur Tat des 24-jährigen Somaliers und bedenkt, dass er zwei Mal wegen akut psychotischen Zuständen in die Psychiatrie eingewiesen wurde, bleibt eigentlich kein Zweifel, dass er psychisch krank war. Die islamistische Doktrin hat eher dazu beigetragen als abgeholfen: „Allahu Akbar“ als Markenzeichen. Ein Zeuge teilte mit, dass er 2015 ein Telefonat mit angehört hatte, in dem der Asylant erzählte, dass er in den Jahren 2008/2009 für eine islamische Terrororganisation „Zivilisten, Journalisten und Polizisten“ getötet habe.

Der angeblich „schutzsuchende“ Gewalttäter wurde immer wieder auffällig. 2015 stritt er sich per Messer in einer Asylunterkunft mit einem anderen Mann, im Januar 2021 bedrohte er in einer Obdachlosenunterkunft mehrere Personen mit einem Messer und wurde deshalb mit Hilfe der Polizei in die Psychiatrie eingewiesen. Im Juni 2021 musste die Polizei ihn aus einem gekaperten Auto holen und erneut in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen. Die Klinik verließ er auf eigenen Wunsch aber am nächsten Tag wieder – um kurze Zeit später in der Würzburger Innenstadt drei Frauen zu töten. Hier versagte jegliche Prävention.

Ein Jahr zuvor in Hanau: Auch hier war ein psychotischer Hintergrund der Tat evident. Verworrene Briefe des Täters an Behörden, Gewaltdrohungen, Verschwörungsmythen. Doch anstatt sich mit diesem Problem zu befassen, versteifte sich die Politik nach der Tat auf die vordergründige Ideologie des Täters, die so abwegig war, dass niemand im Ernst behaupten konnte, das wäre die Tat eines gezielt operierenden Terroristen gewesen. Obwohl er am Ende seine eigene Mutter tötete, beschwor man einen politischen Hintergrund, als wäre der Täter der verlängerte Arm des politischen Konservatismus. Man suchte nur einen Anlass, um den politischen Gegner zu attackieren und zu diskriminieren.

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Merkwürdigerweise reagierten Politik und Medien im Fall Würzburg genau andersherum: Auf einmal rückte die psychische Störung in den Vordergrund, es soll einfach die Tat eines gemeinen „Irren“ gewesen sein und damit völlig beliebig. Einmal ein somalischer Islamist, einmal ein deutscher Ausländerhasser, jeweils kommentiert wie es eben gerade in die politische Agenda passt.

Natürlich ist auch der Dreifachmord von Würzburg die Tat eines Psychotikers – nur ändert das nichts am Problem eines durch unsinnige Vorschriften behinderten Staatsapparats und es ändert nichts an der Tatsache, dass der Täter 2015 unkontrolliert nach Deutschland einreisen konnte und niemand sich dafür interessierte, wen man hier ins Land ließ und was er anrichten könnte.

Die Folge einer naiven fahrlässigen Zuwanderungspolitik ist, dass inzwischen mehr Mordfälle durch Migration zu verzeichnen sind als Mauertote an der ehemaligen DDR-Grenze (in 28 Jahren mehr als 600). Dass das niemand mehr aufregt und keine Folgen hat, ist einfach nur grotesk. Oder erfolgreiches „Framing“.

Winfried Wolf, Plankstadt

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