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Schuld ist die Befristung

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Zum Artikel „Bis zu 40 000 Lehrkräfte fehlen“ in der SZ-Ausgabe vom 31. August wird uns geschrieben:

Zum Schuljahresbeginn in Deutschland fehlen bis zu 40 000 Lehrer, die Unterrichtsversorgung habe sich in allen Bundesländern verschlechtert, Förderungen der Schüler werden gestrichen, Unterricht fällt aus.

Wen wundert es, wenn etwa in Baden-Württemberg oder auch in Rheinland-Pfalz die befristet angestellten Lehrerinnen und Lehrer wie in den vergangenen Jahren rechtzeitig zum Schuljahresende entlassen werden. Über die Ferien hinweg müssen jene Arbeitslosengeld beantragen, um dann wieder befristet eingestellt zu werden. Nachvollziehbar ist doch, wenn sich Arbeitnehmer einen sicheren, unbefristeten Job suchen. Warum also sollten junge Menschen überhaupt noch den Lehrerberuf wählen oder unter diesen Bedingungen zum Schuljahresbeginn in ein Lehramt zurückkehren?

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Welches Statement geben unsere Landtagsabgeordneten ab, um Kosten zu sparen: Unsere Kinder sind es nicht wert, dass wir dafür Sorge tragen, Lehrer unbefristet einzustellen! Wäre es nicht vorbildlich, etwa eher neue Stellen im Landtag oder die Erhöhung der Abgeordnetenbezüge also die der Diäten auszusetzen?

Das bedeutet zudem, Eltern kommen nicht umhin, Nachhilfeunterricht aus eigener Tasche zu bezahlen, was aber nur möglich ist, wenn sie finanziell gut aufgestellt sind. Aber was tun jene, die sich solches nicht leisten können, welche zum Beispiel der deutschen Sprache nicht mächtig sind? Sie werden mit diesem Problem alleine und im Stich gelassen.

Das Bildungsniveau unserer Kinder sinkt daher nach wie vor, die Unternehmen finden folglich keine geeigneten Auszubildenden, weil diese nicht mehr in der Lage sind, richtig lesen, schreiben und rechnen zu können. Somit steigt der Fachkräftemangel weiterhin signifikant, die Produktion in der Wirtschaft sinkt und alle leiden darunter: die Gesellschaft, der Staat, die Industrie et cetera. Das alte Wertesystem sollte überdacht und schnellstmöglich verändert werden, zugunsten unserer Kinder, unserer Zukunft, der jungen Berufseinsteiger, der Lehrer.

Vera Hanßen, Brühl

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