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Schulnoten einfach abschaffen

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Über den Sinn und Unsinn von Schul-noten schreibt uns diese Leserin:

Das Bewerten über Schulnoten führt bei Schülern oft zu Leistungsdruck, bei schlechten Noten wird der Selbstwert kleingehalten und das Entwicklungspotenzial nicht gefördert.

Sie vermitteln, der eine sei besser als der andere, der „Schlechtere“ sei fehlerhaft, ungenügend und damit minderwertig in seiner Leistung. Wir erziehen schon die Kleinsten zu Ehrgeiz, hohen Ansprüchen und Perfektion, was nicht selten im Erwachsenenleben zu Minderwertigkeitskomplexen, Stress, Burnout, Depression und dem Gefühl erwachsen kann: „Das schaffe ich nie.“

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Kommentar von
Michael Backfisch
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Ohne Noten stehen jedoch die Kinder mit ihrer Leistungsbereitschaft, Disziplin und ihrem Bemühen im Vordergrund. Es wird nicht mehr miteinander verglichen oder bewertet, sondern hervorgehoben, dass sie einzigartig sind, vielmehr so, wie sie sind, mit ihren Fähigkeiten und Gaben, in Ordnung, auch für die Gesellschaft. Sie begreifen, dass sie etwas gut machen, werden dennoch ermutigt, sich einzubringen, sich zu bemühen und ihr Wissen zu erweitern. Sie werden motivierter, mutiger, etwas auszuprobieren oder gar zu erforschen.

Belohnungen vermitteln: Ihre Leistung, ihr großes Bemühen, ihr persönlicher Einsatz werden anerkannt und ihr Selbstwert, ihr Selbstvertrauen aufgebaut. Noten sollten daher generell abgeschafft, stattdessen mit Motivation und Belohnung gearbeitet werden. Nicht um Kinder zu verhätscheln, sondern um erkannte Begabungen unverzüglich und gezielt zu fördern. Warum muss in jedem Fach besondere Leistung erbracht werden? Es genügt ein Grundstock an Pflichtfächern wie etwa Schreiben, Lesen und Rechnen. Die restlichen Fächer könnten wahlweise belegt werden.

Unser Schulsystem ist stark auf Wissensvermittlung, und auf Auswendiglernen ausgelegt. Doch das fördert weder Persönlichkeiten, Begabungen noch Talente. Vielmehr werden Fächer benötigt wie beispielsweise Konfliktbewältigung, Kommunikation, Lebensqualität steigern, glücklich sein, Meditation, Führungsverhalten erlernen et cetera. Das fördert die Entwicklung und nötiges Handwerkszeug fürs Leben.

Vera Hanßen, Brühl

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