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Sexuelle Selbstbestimmung

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Zum Recht auf Geschlechterselbstbe-stimmung wird uns geschrieben:

Unsere Ampel steht auf Rot: Jeder soll sein Geschlecht einmal pro Jahr ändern können. Kinder ab 14 müssen von einem Erziehungsberechtigten zum Standesamt begleitet werden. Nach der Ehe für alle (aus meiner Sicht ein idiotischer Begriff), dem Genderismus – gegen den Willen der Bürger – und der Erhöhung der sexuellen Vielseitigkeit zur Staatsaufgabe, wähnt man sich in einer anderen Welt – alles ist möglich.

Angeführt wird, dass die Regenbogenfamilie (0,6 Prozent der Bevölkerung) bisher diskriminiert würde. Mitten in sich häufenden Katastrophen fällt der Ampel nichts besseres ein. Das Recht der Kinder steht dem Recht des Erziehungsberechtigten durch die selbstständige Geschlechtsbestimmung ab 14 Jahren entgegen. Familiendramen sind die Folge. Schwule, Lesben und Bisexuelle wurden noch nie diskriminiert, Schwulenclubs gibt es seit mindestens 50 Jahren in jeder größeren Stadt. Auch zu Zeiten des Paragrafen 175 wurde zuletzt niemand bestraft.

Gelegentlich hat man über Schwulenwitze gelacht, das war’s auch schon. In den 1970er Jahren sangen die Kinks „Girls will be boys und boys will be girls“ und Andre Heller textete „und wenn ein Hirte sein Schaf liebt, soll er es lieben, wenn er es liebt.“ Sodomie und Promiskuität sowie Polygamie fehlen noch bei der Aufzählung der sexuellen Vielseitigkeit.

Einzig die Intersexualität wird als angeboren nachgewiesen. Hier war es schon immer möglich, sein Geschlecht zu bestimmen. Bisexualität ist eine sexuelle Spielart und sicher nicht angeboren. In der ach so freien Gesellschaft wird noch nicht mal diskutiert, was eine sexuelle Belästigung ist. Genügt ein Blick auf den Busen oder den Po? Ich habe bis heute nicht von einem Mann gehört, der zugibt, er sei sexuell belästigt worden.

Es ist zu befürchten, dass nach der totalen Libertinage eine Umkehr folgt, die niemand erfreuen wird.

Die Kirchen sollten sich überlegen, ob sie dem momentanen Trend folgen und damit riskieren, dass der Rest der konservativen Gläubigen sich auch noch von ihnen abwendet. Mittlerweile muss Gott für alles herhalten, selbst die Atheisten in der Regenbogenfamilie beziehen sich auf ihn, wenn es denn ihrer Sache dient.

Marlies Böcker-Stastny,

Hockenheim

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