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Sind die Katzen dafür verantwortlich?

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Sind wirklich die sogenannten Katzenfreigänger – gedankenlos ausgesetzte, verwilderte Katzen – und andere sogenannte Raubvögel am Artenrückgang der Sing- und Zugvögel verantwortlich? Ich denke, diese Meinung und Behauptung entspricht nicht ganz der Wahrheit!

Vielmehr ist hier der Faktor Mensch der Schuldige, der die natürlichen Lebensräume, Feldflure wie Hecken und Gehölze zerstört, immer mehr Monokulturen anlegt. Des Weiteren wird durch das Versprühen von Pestiziden das Insektensterben weiterhin ausgelöst, womit die Nahrungsgrundlage der Vögel vernichtet wird.

Das teils praktizierte Anlegen von Blühstreifen anstatt von Blumenwiesen ist zwar schön anzusehen, hilft aber wenig und beruhigt allenfalls das Nervenkostüm mancher „Landschaftsgestalter“.

Delikatesse für Gourmets

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Weiterhin werden Zigtausende Zugvögel auf ihrem Flugrouten in die Winter- oder beziehungsweise in die Sommerquartiere mittels Netzen, Leimruten oder mit Lockvögeln und ähnlichen Methoden gefangen, abgeknallt und in Gourmettempeln als Delikatesse den zahlungskräftigen Herrschaften serviert.

Hierüber mal nachzudenken, das wäre sehr viel sinnvoller, als die Stuben- und Schmusetiger wie Mäusefänger zu verunglimpfen.

Solche Vermutungen führen zu Irritationen, wecken Hassgefühle, rufen Katzenfänger auf den Plan und schaden insgesamt der Haltung von Katzen und anderen Kreaturen in der Obhut des Menschen.

Selbst der Naturschutzbund (Nabu) beziffert den Rückgang der Singvögel millionenfach durch Verkehr, Glasfenster und Stromleitungen sowie Windkraftanlagen als hoch. Der Mangel an Nest- sowie Brutplätzen ist bekanntlich ein weiteres Manko dafür, die Artenvielfalt der Wildvögel wieder zu erhöhen!

Gerhard Klee, Ketsch

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