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Impfen - Aller guten Dinge sind drei – warum sagt man uns nicht klar, dass wir boostern müssen Sinnfreie Corona-Regeln

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Zum Leserbrief „Menschenverstand, Sachkenntnis, Impfen“ vom 13. November wird uns geschrieben: Mit seinem Leserbrief hat Dr. Roland Ullmann im Grunde die hierzulande vorherrschende Dekadenz vortrefflich umrissen, die in vielen Bereichen vorherrscht, aber speziell in Sachen Corona auf die Spitze getrieben wird.

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Wissenschaftler Dirk Brockmann hat in seinem aktuellen Buch „Im Wald vor lauter Bäumen“ treffend das Thema Komplexität generell sowie die eines Umgangs mit einem Virus und den Begriff mRNA erläutert, worauf ja die Impfstoffe von Biontech und Moderna basieren. Wer googeln kann, ist im Vorteil. Da findet man: mRNA trägt im Grunde die Botschaft der DNA in unseren Zellen. Wer also behauptet, man will Menschen mit der Spritze vergiften, wie es Protagonist Betrand Zobrist in Dan Browns Roman „Inferno“ tut, der braucht ärztlichen Beistand.

Das dachte ich übrigens auch über Weltärztepräsident Montgomery, als dieser Gast bei Anne Will war. Als er dort von einer Tyrannei der Ungeimpften palaverte, fragte ich mich, ob er auch nur annähernd weiß, was ein Tyrann ist. Menschen, die sich – warum auch immer – nicht impfen lassen wollen, pauschal der Tyrannei zu bezichtigen, ist geradezu absurd, da erreicht man erst recht eine Trotzreaktion.

Zumal bei uns eine Kombination aus „Peter-Prinzip“ und „Murphys Gesetz“ die Menschen in den Wahnsinn treibt: In wichtigen Positionen sitzen – aufgrund von Beziehungen, wegen des Parteibuches oder einem Beförderungsautomatismus – Leute, die keine Ahnung haben und völlig überfordert sind. Wie dies unter anderem bei Jens Spahn der Fall ist. Zwangsläufig geht – frei nach Murphy – alles schief, was schief gehen kann.

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Und was die Zerrissenheit der Gesellschaft betrifft, stellt sich mir die Frage, ob nicht auch sinnfreie Regeln zum Zoff untereinander beitragen, wie die Bestrafung, wenn man allein auf einer Parkbank ein Buch liest. Oder denken sie an das Verweilverbot, Maskenzwang an der frischen Luft und die weltberühmte Leckeis-Verordnung – also dass man 50 Meter von der Eisdiele entfernt sein musste, bis man an seinem triefenden Eis lecken durfte.

Ich frage mich auch, wozu ich eigentlich geimpft bin: Bei allen bisherigen Impfstoffen (Keuchhusten, Diphtherie, Tetanus, Pocken) haben wir nach der Impfung nie eine Maske tragen und Abstand halten müssen. Wieso also bei Corona? Nicht nur mir war seit Mitte September bekannt, dass wir wohl drei Pikser brauchen, weil die Wirkung des Impfstoffes zu schnell nachlässt. Wieso hat man also alle Impfzentren geschlossen und nicht wenigstens das in PHV in Heidelberg offen gelassen? Was die Redakteure Katja Bauroth und Jürgen Gruler in ihren Kommentaren zurecht anmahnten. Ergebnis: Wir haben wieder ein Impfchaos und werden zur Weihnachtszeit mit Drohungen beglückt.

Herbert Semsch, Brühl

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