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Spectaculum absurdum am Hambacher Schloss

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Deutschland am Rande des Abgrunds und die Demokratie im freien Fall in ein linksextremistisches Netz auf Basis faschistischer Konstruktion. Verrückter geht es nicht!

Nicht erst seit Corona werden demokratische Rechte beschnitten und über den Haufen geworfen. Jedoch wurde es ab diesem Zeitpunkt deutlicher. Allein die Einmischung der Regierung Merkel und der Parteispitzen bei den Wahlen des Ministerpräsidenten in Thüringen war ein Zeichen. Danach der gesamte Corona-Wahn und jetzt die Ukraine.

Aber es gibt noch Steigerungen, nämlich am Tag der Freiheit und Demokratie – dem 28. Mai 2022. Da hat die Staatsmacht klar und deutlich gezeigt, was sie von der Bevölkerung hält und wo wir für sie hingehören. Ein öffentliches Fest zum 190. Jahrestag des Marsches für Freiheit und Demokratie zum Hambacher Schloss wurde für mehrere Stunden eine private Veranstaltung, bei der man sich selbst inszeniert und die Bevölkerung ausgeschlossen hat.

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Angefangen hat es am Samstag auf dem Neustädter Marktplatz, auf dem eine Bühne aufgebaut war und eine immense Präsenz von Polizei und Security aufgefallen ist. Wären die tatsächlichen Vertreter für Demokratie und Freiheit an diesem Tag dem Fest ferngeblieben, hätte Bürgermeister Marc Weigel und der ehemalige Ministerpräsident Kurt Beck wohl nur vor einem erbärmlich kleinen Publikum ihre scheinheiligen und verlogenen Reden zu diesem Thema halten müssen.

Das ganze gipfelte dann nach einem zirka einstündigen Marsch auf dem Parkplatz vor dem Hambacher Schloss. Hier wurden mehrere tausend Menschen, überwiegend in weiß gekleidet, von mehreren hundert Polizisten daran gehindert, das Schlossgelände zu betreten.

Mit Durchsagen der Polizei, dass man an einem Konzept arbeite wie man die wartende Menge gruppenweise auf das Schloss lassen könne, wurden die Menschen hingehalten, obwohl es überhaupt keinen vernünftigen Grund dafür gab, diesen Spaziergang zum Schloss so abrupt zu unterbrechen. Und das an diesem historischen Tag. Mehr als zwei Stunden mussten die Menschen in praller Sonne ausharren, bis Innenminister Roger Lewentz in einer gepanzerten und vom Steuerzahler finanzierten Limousine das Hambacher Schloss verlassen hatte. Seltsamerweise durften danach alle aufs Schloss und nicht wie von der Polizei angekündigt in kleinen Gruppen.

Diese Demonstration der Macht fühlte sich für mich wie Fußtritte in den Magen an. Ich persönlich war entsetzt, da für mich die ganze Szenerie nicht die Aura und das Gefühl von Freiheit und Demokratie ausstrahlte, sondern eher die Angst und Machtlosigkeit einer friedlichen Bewegung, die durch Einschüchterung nach vorgegebenem Protokoll der Obrigkeit erneut deutlich zu erkennen war. Ein Polizeibeamter erklärte mir auf meine Frage „Warum geht es nicht weiter?“, dass die Staatsmühlen bewusst langsam mahlen, und lief mit einem beschämten Lächeln Richtung Einsatzwagen.

Nicht einmal ein Redner wie Dr. Wolfgang Kochanek durfte an diesem Tag der Freiheit offen seinen Blick auf unsere Demokratie den Menschen am Hambacher Schloss mitteilen. Zudem mussten die weiß gekleideten Freiheitsvertreter nach einer Stunde wieder das Schlossgelände verlassen. Was für ein Fest!

Nicht nur, dass an diesem historischen und besonderen Tag die Verfassung vom Staatsapparat missachtet und übergangen wurde, hat mich persönlich enttäuscht, sondern auch, dass insgesamt viel zu wenig Menschen daran teilgenommen haben und ich die jungen Generationen vollkommen vermisst habe. Anscheinend besteht aus dieser Gruppe kein Interesse mehr, das Land und die Zukunft mitzugestalten.

Auch der Marsch zum Hambacher Schloss war nicht gesäumt von jubelnden Neustädtern, sondern eher beängstigend ruhig. Keine Fahnen an den Häusern, keine positiven Beobachter des friedlichen Marsches. Stattdessen waren die Straßen durch Neustadt von Polizeisperren und Ordnungshütern der Stadt und einer arabischen Security geprägt.

Dieser Tag wird für mich in trauriger Erinnerung bleiben und lässt mich mit Sorge für unsere Zukunft in das Netz blicken, in welches unsere demokratischen Werte und unsere Freiheit gerade abstürzen.

Nicht genug der Schmach und Erniedrigung, welche die Tausenden an diesem Tag über sich ergehen lassen mussten, erhielt am nächsten Tag Joachim Gauck vor ausgewähltem Publikum auch noch als Erster den Hambacher Freiheitspreis 1832 und 10 000 Euro – vermutlich als Heizkostenzuschuss!

Mehrere Hunderttausend Deutsche versammeln sich für die Solidarität mit der Ukraine und nur wenige Tausend für die Freiheit und Demokratie im eigenen Land. Eine sehr traurige und bedenkliche Entwicklung.

Resümee: Ein Freiheitsfest, an dem die Bürger sich nicht frei bewegen durften und ausgeschlossen wurden sowie parallel Veranstaltungen und Preise für ausgewählte Gäste unter Bewachung der Polizei – und dies alles auf Kosten der deutschen Steuerzahler. Es lebe die Freiheit? Oder die freizügige Selbstbedienung auf Kosten anderer!

Hans Maslowski, Brühl

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