Stadtwerke haben kompetenz und sachlich informiert

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Zu Strom- und Gaspreiserhöhungen der Stadtwerke Hockenheim wird uns folgende Meinung übermittelt:

Vorab: Ich habe diese Woche bei zwei Telefonaten freundliche und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Hockenheim kennengelernt. Die Informationen der letzten Wochen zu den zukünftigen Gas- und Strompreisen waren für mich doch sehr verwirrend.

Zum Deltastrom: Ende 2021 wurde die Erhöhung des Strompreises um zirka 12,5 Prozent von 28,68 Cent pro Kilowattstunde (kWh) auf 32,25 Cent für 2022 angekündigt. Ab Juli 2022 entfiel dann die EEG-Umlage von brutto 4,43 Cent/kWh. Der neue Arbeitspreis lag jetzt bei 27,82 Cent. Diese Woche dann die Mitteilung über den neuen Preis ab 1. Januar 2023 von 58,68 Cent/kWh. Ein Plus von über 100 Prozent. Hammer! Bei genauer Betrachtung ist diese außerordentliche Steigerung hauptsächlich auf die Beschaffung zurückzuführen. Im Hinterkopf habe ich da allerdings die bevorstehende Strompreisbremse. Sie soll ab Januar 2023 gelten und doch noch im November verabschiedet werden.

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Der Plan wäre: 80 Prozent der in 2021 beziehungsweise 2022 bezogenen Strommenge für 2023 auf 40 Cent/kWh zu deckeln und den Rest zu oben genannten 58,68 Cent zu berechnen. Immerhin wären das dann „nur“ zirka 45 Prozent mehr.

Beim Gas wird es noch komplizierter. Der alte Deltavertrag 2021 lag bei 5,66 Cent/kWh und wurde ab 2022 auf 9,83 Cent erhöht und läuft zum Glück bis Ende 2023. Im Sommer begann das Chaos mit der Gasbeschaffungsumlage, welches durch die Übernahme von Uniper wieder kassiert wurde. Im Oktober die Mitteilung, dass die Umsatzsteuer für Gas von 19 auf 7 Prozent gesenkt wird und die Stadtwerke den ermäßigten Satz für das ganze Jahr 2022 zugrundelegen. Die Gaspreisbremse soll ab Januar 2023 in Kraft treten, kann aber wahrscheinlich erst ab Februar/März rückwirkend umgesetzt werden. Die Deckelung soll bei 12 Cent/kWh für Privathaushalte liegen. Vorab wird die Dezemberabschlagszahlung für Gas vom Staat übernommen. Die Stadtwerke werden den Dezemberabschlag für Gas also nicht abbuchen. Für all jene, die keinen Deltavertrag haben, stehen aber einige Überraschungen an.

Was für ein abenteuerlicher, wenig unterhaltsamer Text. Aber es geht um unsere Zukunft, unsere Energie, unser Geld. Zu diesem komplexen Thema erhielt ich von den Stadtwerken alle notwendigen Informationen – und zwar fachlich kompetent und in guter Atmosphäre.

Norbert Kircher, Hockenheim