AdUnit Billboard

Trainer Sy ist doch selbst Täter

Lesedauer

Zu „Der bittere Beigeschmack bleibt“ in der SZ-Ausgabe vom 29. August wird uns geschrieben:

Der Trainer des SV 98 Schwetzingen Seydou Sy wünscht der Ketscher Spvgg 06 den Abstieg aus der Landesliga. Er betitelt den Ketscher Verein mit Rassismusvorwürfen und ist traurig, dass es so eine Mannschaft in der Landesliga gibt. Das geht mir eindeutig zu weit. Ich besuche schon seit 50 Jahren die Spiele der 06er, war selbst Spieler, Trainer der zweiten Mannschaft und bin auch im Vorstand der Sportvereinigung. Ich fühle mich dadurch angegriffen und finde es traurig, dass so ein Trainer bei unserem Nachbarverein tätig ist. Beim Heimspiel am 3. April war ich Stadionsprecher und konnte das Geschehen vom Balkon aus verfolgen. Es war ein hitziges Spiel, zu dem auch Ketscher Akteure in der Schlussphase beitrugen und der 1:1- Ausgleich fiel nach über zehn Minuten Nachspielzeit. Auch die treuen Ketscher Zuschauer waren verbal dabei und sicher mögen von Fans unpassende Worte gegen den Lokalrivalen gefallen sein. Falls da was Rassistisches gerufen wurde, entschuldigt sich die Spvgg 06 hierfür.

Aber wo bleibt die Entschuldigung von Seydou Sy, er ist der Täter. Er bedrohte vom Platz aus einen Ketscher Zuschauer und dabei blieb es nicht. Er stürmte auf den Mann zu und schlug ihm ins Gesicht, die Spuren konnte man deutlich sehen, Zeugen gibt es hierfür genügend. Dieser Sachverhalt wurde bisher nirgends öffentlich erwähnt und hätte besser recherchiert werden sollen.

Mehr zum Thema

Fußball-Landesliga

Was ist im April-Derby zwischen Ketsch und Schwetzingen wirklich passiert?

Veröffentlicht
Von
Andreas Lin
Mehr erfahren
Fußball-Landesliga

Ketsch macht spät den Deckel drauf

Veröffentlicht
Von
wy
Mehr erfahren
Fußball-Landesliga

Offensive funktioniert wie bestellt

Veröffentlicht
Von
Lothar Fischer
Mehr erfahren

Der Zuschauer hat nach eigener Aussage und nach Zeugenaussagen nie rassistische Äußerungen getätigt. Er war selbst Kapitän der Ketscher Mannschaft und ist bei der Spvgg ehrenamtlich engagiert. Er nahm nur von einer Anzeige Abstand, um nicht unnötig Öl ins Feuer zu gießen. Im Nachhinein wäre nach Meinung vieler eine Anzeige richtig gewesen. So ein Verhalten eines Trainers, der Vorbild für die Jugend sein sollte, habe ich in 50 Jahren auf einem Sportplatz noch nie erlebt. Nun dreht der „gute“ Seydou Sy den Spieß rum, stellt sich als Unschuldslamm dar und wünscht einem Nachbarverein nur „Böses“. Meiner Meinung nach hätte die Schwetzinger Vereinsführung reagieren müssen und diesen Trainer bestrafen oder suspendieren müssen.

Bei der Spvgg 06 spielen in allen Mannschaften ausländische Mitbürger – schon jahrelang. Sowohl bei den Aktiven als auch unter den Trainern im Verein gibt es Schwarze und Fremdstämmige. Alle fühlen sich im Verein sehr wohl und Rassismus konnte ich nie erkennen. Ich selbst habe den SV 98 mit vorbildlichen Trainern und Spielern wie Volker Zimmermann, Wolfgang Giersdorf, Hans Schreiner oder Willi Schöneck als Vorbild gesehen und zig Spiele im Stadion an der Ketscher Landstraße besucht. Das werde ich mit so einem „Vorbild“ wie Seydou Sy sein lassen.

Mein Appell: Lieber Herr Sy, vielleicht wäre von Ihrer Seite eine klare Aussage oder Entschuldigung ratsam, um das Nachbarschaftsverhältnis gerade zu rücken. Als Bürger unseres Landes sollte Ihnen klar sein, dass hier nicht sofort zugeschlagen wird.

Thomas Weik, Ketsch

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1