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Unnötige Karussellfahrer am Ring

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Zum Leserbrief „Sind Motorsport-Rennen noch zeitgemäß“ vom 21. Mai) wird uns geschrieben: Nun hält es mich doch nicht mehr, nachdem ich den Leserbrief von Harry Krause gelesen habe. Ich stimme voll und ganz mit ihm überein. Entsprechend seinen Aussagen nehme ich an, dass er nicht weit weg von mir wohnt.

Was war die Corona-Zeit doch eine Art „Segen“ für uns Anrainer am Hockenheimring. Herrliche Stille, kein Motorengeheul! Vorbei – leider und schade! Jetzt heulen sie wieder um den Ring, diese Pseudorennfahrer. Von Montagmorgens bis Samstagabends! Es ist physisch und psychisch schwer auszuhalten. Ich frage mich, wie teuer der Sprit noch werden muss, damit diese hirnlosen Raser endlich auch vernünftig werden und vielleicht doch auch mal an die Umweltverschmutzung denken, die sie verursachen. Und das nicht nur durch ihre Karussellfahrten, sondern auch schon bei der oft viele Kilometer langen Anreise, bei der sie ja auch nicht mit Wasser fahren.

Ja, ich wusste, als ich 1978 nach Hockenheim zog, dass mir der Hockenheimring vor der Haustüre liegt. War ja auch oft recht interessant. Nicht nur die stattfindenden Rennen oder die paar Open Airs, sondern auch das Publikum. Es hat sich zwar nicht immer so ganz passabel verhalten, aber im Laufe der Jahre hat man sich – zumindest auf dem Campingplatz im alten Fahrerlager – fast gekannt und wie alte Bekannte begrüßt. Aber all diese Events haben sich auf wenige Wochenenden beschränkt, dann war wieder Ruhe! Wie schön – die gute alte Zeit.

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Ich habe schon vor einiger Zeit in zwei E-Mails an unseren Oberbürgermeister Marcus Zeitler auf diese Umstände hingewiesen und den Lärmaspekt und auch den Umweltaspekt angesprochen. Zum Lärmaspekt habe ich eine vage Antwort bekommen, auf den Umweltaspekt wurde erst gar nicht eingegangen.

Da haben wir halt wieder das alte Thema: Die einen versuchen, den Appellen zum Energiesparen und Klimaschutz so gut wie möglich nachzukommen, die anderen interessiert es mal wieder nicht. Wobei ich annehme, dass diese Karussellfahrer nicht unbedingt aus der älteren Generation, sondern sicher junge Menschen sind, die damit ja ihre eigene Zukunft selbst bedrohen.

Ich bin kein „Klimaschutz-Hardliner“, ich habe den größten Teil meines Lebens hinter mir. Inwieweit ich noch viel von der Klimakatastrophe erleben muss, ist offen. Mir tun nur meine Kinder und Enkelkinder leid, die da durchmüssen. Also ein bisschen mehr Einsicht bei diesen „Rennfahrern“ wäre sicher ratsam. Auch all die anderen Formel 1-Veranstalter könnten, ja sollten sich mal Gedanken machen, ob sie noch zeitgemäß sind. Nur – wie Harry Krause schon sagte – „wenn nicht alle (weltweit) an einem Strang ziehen, um diese sich anbahnende Katastrophe doch noch zu verhindern“ – dann kann es nicht gelingen.

Klaus-Jürgen Oppermann,

Hockenheim

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