Unter den Wolken ist die Freiheit nicht grenzenlos

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Zum Lärm, der vom Speyerer Flugplatz ausgeht, wird uns geschrieben:

Schön, dass es für die Betreiber des Flugplatzes Speyer so gut läuft, für die Bewohner im Umkreis des Landeplatzes, vor allem auch hier bei uns auf baden-württembergischer Seite, ist der Flugverkehr in Speyer seit Jahren ein Ärgernis.

Das haben auch die politischen Vertreter von Kommunen und Land erkannt, gegen diese Lobbyisten sind sie allerdings machtlos. Bei der Kritik am verstärkten Flugverkehr in Speyer geht es nicht um Flüge von A nach B, sondern vor allem um Schulungs- und Übungsflüge mit einmotorigen, teilweise lauten und tief fliegenden Sportmaschinen und um Hobbyflieger, die – vor allem an Wochenenden – meist im Minutentakt ihre Runden über der Rhein-Neckar-Region drehen. Die Bevölkerung ist dabei, diese Umweltbelastung stillschweigend hinzunehmen, obwohl Lärm bekanntlich krank macht.

Fährt ein Auto in einer geschlossenen Ortschaft ohne ersichtlichen Grund einfach so umher, ist das laut Straßenverkehrsordnung verboten und kann mit einer Geldbuße (Ordnungswidrigkeit) geahndet werden. Diese Freizeitpiloten wissen aber genau, dass ihnen in der Luft kaum eine Überwachung und auch keine Strafen für Fehlverhalten drohen.

Es kann nicht sein, dass wir das Feld reichen oder neureichen Himmelsstürmern überlassen, die mit ihren lärmenden Kisten ihrem Hobby am Himmel frönen. In der heutigen Zeit, in der Umweltschutz über alles geht, ist es nicht einzusehen, dass aus Freude an der Fliegerei ganze Einwohnerschaften tagtäglich durch Lärm und Abgase belästigt werden.

In Speyer selbst wird seit Jahren mit einer Petition versucht, ein Flugverbot für Hobbyflieger und Flugschulen wenigstens an Sonn- und Feiertagen zu erreichen. Bis heute vergeblich! Ich lebe gern am Rhein gegenüber von Speyer. Unsere Gemeinde wirbt mit dem Slogan „Leben am Rheinbogen“. Aber das Leben am Rheinbogen hat auch seine Schattenseiten, die sogar noch aus einem anderen Bundesland kommen.

Ulrich Heinzelmann,

Altlußheim