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Verborgene Fachkräfte

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Zum Thema Fachkräftemangel wird uns geschrieben:

Es wird seit Jahren immer wieder auf den gravierenden Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften hingewiesen, der für uns alle, sowohl Industrie oder Handwerk als auch Privatwirtschaft, schwerwiegende Folgen hat.

Seit vielen Jahren verzeichnet gerade Deutschland eine enorme Zuwanderung an Flüchtlingen oder Asylsuchenden. Laut einer Statistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge haben seit 2015 rund 2,1 Millionen Menschen bei uns einen Asylantrag gestellt. Sicherlich werden nicht alle Asylsuchende hierbleiben und nicht alle Gesuche werden positiv beschieden werden.

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Laut Bundesinnenministerium – Stand 31. Dezember 2021 – leben bei uns 1,4 Millionen Menschen mit festem Aufenthalts- beziehungsweise Schutzstatus oder Menschen, die aus humanitären Gründen nicht abgeschoben werden können. Man kann sicherlich davon ausgehen, dass die meisten dieser Zugewanderten schon in ihren Heimatländern einer Arbeit nachgegangen sind. Ein großer Wille zu einer gelungenen Integration mit dem Wunsch, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, sollte vorausgesetzt werden können. Diese Menschen, die schon seit Jahren bei uns leben und denen wir Sicherheit und alles Lebensnotwendige bieten, sind daher für den deutschen Arbeitsmarkt ein Geschenk. Deutschland bietet ihnen die Möglichkeit, die Sprache und einen Beruf zu erlernen beziehungsweise sich weiterzubilden, um den eigenen Lebensunterhalt erarbeiten zu können, und wir lösen damit unser gravierendes Facharbeiterproblem.

Selbst wenn nicht jeder Zugewanderte in der Lage oder willens ist, sich in den Arbeitsmarkt einzubringen, aber bei 1,4 Millionen Menschen mit festem Aufenthaltsstatus sollten einige Hunderttausend sein, die man zu genau den Facharbeitern ausbilden könnte, die Deutschland so dringend braucht. Eventuell vorhandene gesetzliche Hürden sollten der Situation entsprechend angepasst werden können.

Warum ist es so schwer, dringenden Bedarf und Angebot zusammenzubringen? Ist es einfacher, Menschen für immer in die Sozialhilfe abgleiten zu lassen?

Gaby Gehring, Schwetzingen

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