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Aserbaidschan-Affäre - Gut, dass das jemand so schreibt Vertrauen in die vierte Gewalt

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Zum Artikel „Was ist denn mit Aserbaidschan?“ (SZ-Ausgabe vom 27. März) wird uns geschrieben: Sehr geehrter Herr Gruler, vielen Dank für ihren Artikel und den Kommentar. Die Information zur Presseerklärung der SPD, die Reaktion von Olav Gutting und der Mut, als Presse nicht auch selbst einen Rückzieher zu machen, sondern den gesamten Vorgang publik zu machen, ist aller Ehre wert.

Eine parlamentarische Demokratie lebt von dem Grundvertrauen, dass die Menschen, die man mit seiner Stimme dafür bestimmt und mit seinen Steuergeldern finanziert, ihre eigenen Interessen für die Zeit im Parlament zurückstellen, um sich mit voller Konzentration um die Geschicke der Gesellschaft zu kümmern.

Da dieses Vertrauen aber immer wieder missbraucht wird, ist es wichtig, dass eine vierte Kraft darauf achtet, ob dies auch wirklich so ist. Eine unabhängige Presse ist nicht nur dazu da, schöne Bilder zu zeigen, auf denen Mitglieder des Deutschen Bundestages im Wahlkreis ein gutes Image erzeugen wollen.

Wichtiger ist es, Transparenz zu erzeugen, zum Beispiel über deren Abstimmungsverhalten zu berichten und kritisch zu hinterfragen, ob in Hinterzimmern oder bei Auslandskontakten nicht ganz andere Interessen eine Rolle spielen.

Politiker sollten immer wissen, was ihnen blüht, wenn sie vom rechten Weg abweichen. Mit ihrem Artikel haben sie diese Chance genutzt und mir einiges Vertrauen in die vierte Gewalt zurückgegeben.

Vielen Dank.

Heinrich Lang, Schwetzingen

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