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Von wegen Geschenk Gottes

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Geothermie im Rheingraben ist ein Geschenk Gottes. Unendliches und kostenloses 150 Grad Celsius heisses Wasser, um Strom und Wärme emissionsfrei zu produzieren. Eine Traumvorstellung also – in der heutigen Zeit, wo keiner weiß, wie die Energie nachhaltig, sicher und preiswert produziert werden kann!

Das Problem dabei ist aber, dieser Kreislauf verursacht Bodenbewegungen und Erdbeben. Das ist schon lange erkannt. Aus diesem Grund sind bisher etliche Geothermieprojekte eingestellt worden.

Vor genau einem Jahr wurde das „Fonroche Geothermieprojekt“ in Vendenheim bei Straßburg eingestellt, nachdem die Erde wieder gebebt hatte, diesmal mit einer Stärke von 3,9 auf der Richterskala.

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Von
Andreas Lin
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Ähnliche Geothermieprojekte – wie zum Beispiel in Basel oder Lan-dau – wurden wegen den Erderschütterungen ebenfalls eingestellt. Über die resultierenden Schäden an Gebäuden ist leider zu wenig bekannt und über ausgezahlte Entschädigungen noch weniger.

Das heißt im Klartext, dass die geplanten Geothermieprojekte im Bereich Schwetzingen ähnliche Risiken bergen. Und dieses Risiko kann nicht heruntergespielt werden. Geothermieprojekte dürfen nur stattfinden, wenn es einen breiten Konsens in der Bevölkerung gibt, die mit diesem Risiko leben und die möglichen Folgen akzeptieren müssen. Sowie klar sein muss, vom wem mögliche Schäden an Gebäuden entschädigt werden.

Patrick Faucheron, Altlußheim

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