Was lange währt, wird tatsächlich gut

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Zu den neuen Räumlichkeiten für die Hilfsorganisation „Die Brücke“ in Schwetzingen wird uns geschrieben:

Endlich ist es offiziell: Die Brücke bekommt neue Räume, die auch Menschen mit Handicap betreten werden können. Vor einigen Wochen informierte man mich, dass die Stadt Schwetzingen neue Räume für die Brücke zur Verfügung stellen könne.

Ich war derart überrascht über diese Aussage, dass ich mir die Räumlichkeiten umgehend anschaute. Was soll ich sagen? Ich war begeistert! Am Donnerstag, 15. Dezember, fand nun auch der Pressetermin mit den städtischen Akteuren statt und am gleichen Abend noch die Gemeinderatssitzung im Rathaus, bei der diesem wichtigen Tagesordnungspunkt von allen Parteien und Wählervereinigungen ohne Enthaltung zugestimmt wurde. Als Vorstandsmitglied und im Namen aller Mitglieder, Unterstützer und Gäste möchte ich mich für dieses überaus deutliche Signal bedanken.

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Es hat lange gedauert, um die geeigneten Räume zu finden. Dank des Angebots der Eigentümerin ist diese lange Suche nun beendet. Vielen Dank an Bürgermeister Matthias Steffan und Oberbürgermeister Dr. René Pöltl, die das gemeinsam mit dem Stadtratsgremium ermöglicht haben. Ebenso bedanke ich mich bei Andreas Oswald vom Ordnungsamt für die außerordentlich positiven Gespräche und die gute Zusammenarbeit.

Mein ganz besonderer Dank gilt allen aktiven und passiven Mitgliedern, die es der „Brücke“ überhaupt ermöglichen, den Verein am Laufen zu halten. Dank auch allen Spendern, die die Brücke mit ihren finanziellen Zuwendungen und ihren Sachspenden unterstützen.

„Die Brücke“ in Schwetzingen hat übrigens auch eine neue Webseite und eine neue E-Mail Anschrift: die-bruecke-schwetzingen.com und mailto@die-bruecke-schwetzingen.com. Auf der Webseite kann jeder das Beitrittsformular downloaden, um Mitglied bei der Brücke für einen Jahresbeitrag von 25 Euro zu werden. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und über jeden neuen Unterstützer.

Achim Schmitt, Schwetzingen

Dank an die Eigentümerin

„Gib das, was dir wichtig ist, nicht auf, nur weil es nicht einfach ist.“ Dieses Zitat von Albert Einstein trifft den berühmten Nagel auf den Kopf: Nach jahrelangem Suchen und vielen intensiven Bemühungen von vielerlei Seiten einzelner Menschen, schaffte jetzt der Zufall – den es ja bekanntlich gar nicht geben soll – das, was eben viele nicht schafften: Die Wärmestube des Vereins „Die Brücke“ – eine in meinen Augen enorm wichtige soziale Institution – hat es nun, dank einer ganz wunderbaren Frau und Eigentümerin ermöglicht bekommen, im neuen Jahr in eine wesentlich praktischere, angenehmere und vor allem viel hürdenfreiere Unterkunft umziehen zu dürfen.

Sie bot das neue Domizil der Stadt zur Miete an. Diese fackelte dankenswerterweise nicht lange und wickelte alle weiteren Treffen, Gespräche und Schritte wohl recht unbürokratisch und komplikationsarm ab.

Hut ab, auch vor dem ganz besonderen sozialen Gewissen der Eigentümerin, der es ein ganz besonderes Bedürfnis ist, alleinerziehenden Müttern und alleinstehenden Frauen durch die Vermietungen der Wohnungen an die Stadt ein neues Dach über dem Kopf bieten zu können.

Ich freue mich sehr für den Verein und für die Personen, die seit vielen Jahren aktiv und unermüdlich dafür sorgen, dass Menschen in schwierigen Lebenssituationen eine warme Mahlzeit und die Gelegenheit zu gemeinsamen Gesprächen erhalten.

Gerade für die direkt betroffenen Menschen ist dieser Austausch oft ungemein wichtig, um Einsamkeit vorzubeugen und dafür zu sorgen, dass sie sich nicht komplett von der Gesellschaft ausgeschlossen oder an deren Rand gedrängt fühlen.

Wie schnell kann es passieren, dass man seine Arbeit verliert, krank wird, nicht mehr weiß, wie man seine Miete und seinen Lebensunterhalt finanzieren soll?

Man mag es kaum glauben, aber es gibt heute immer noch viele Menschen, die den Weg zum Amt scheuen. Menschen, die sich schämen, Grundsicherung, Wohngeld oder andere Sozialleistungen zu beantragen. Unabhängig davon, dass die vielen bürokratischen Formulare auf viele von vorneherein eher abschreckend als unterstützend wirken.

Die künftigen neuen, viel größeren Räumlichkeiten der „Brücke“ sind meiner Meinung nach auch eine neue Chance, um zusammenzukommen. Ein „Come together“ für alle. Vielleicht ist es dann aufgrund der zentralen und hürdenlosen Lage dem einen oder anderen auch eher möglich, mal auf ein Schwätzchen vorbeizuschauen, um sich gegenseitig kennenzulernen?

Raquel Rempp, Schwetzingen