Maskenpflicht beenden Was tun wir den Kindern da an?

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Am 20. März soll „Freedom Day“ sein. Es sollen alle tiefgreifenden Schutzmaßnahmen fallen, aber die Maske soll weiterhin in Innenräumen, in Bussen und Bahnen getragen werden. Für die Kinder ist es noch schlimmer. Eine Recherche der „Welt“ ergab, dass außer Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, bisher kein anderes Bundesland ein Ende der Maskenpflicht für Kinder plant. Man kann ins Stadion und ins Restaurant gehen, aber Kinder müssen im Unterricht Maske tragen.

In der Bundesversammlung am letzten Sonntag gab es eine 40-minütige Maskenpause. Offenbar ist das Maskentragen auch für Erwachsene etwas, was sie ungern tun. Dagegen müssen Kinder in der Schule und in öffentlichen Verkehrsmitteln ununterbrochen Masken tragen und das seit fast zwei Jahren.

Dabei waren die Kinder nie Treiber der Pandemie, sie hatten in den seltensten Fällen schwere Verläufe.

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Von
Frank Hellmann
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Die Masken sind nicht das einzige Problem für unsere Kinder. Monatelang waren die Schulen geschlossen. Kinder lernen nicht primär durch Wissenstransfer, sondern durch die Beziehung Lehrer-Kind. Daher funktioniert Homeschooling nur bedingt. Der emotionale Anteil geht verloren. Wir können nicht ermessen, wie die langfristig psychischen Auswirkungen sein werden.

Auf welcher Grundlage will uns die Regierung jetzt noch vorschreiben, Masken zu tragen? Am 19. März laufen die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes aus. Es kommt also auf den Willen des Kanzlers und der Ministerpräsidenten gar nicht mehr an. Die Rechtsgrundlage für einschränkende Maßnahmen fällt. Die Länder um Deutschland lockern längst – sie haben keinen anderen Virus als wir. Dieses Maskentheater ist vorbei, wenn jeder Einzelne es beendet. Seien wir solidarisch mit unseren Kindern.

Peter Machurich, Altlußheim