Wieder werden Gärten zu einem Baugebiet erklärt

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Zur Umwidmung der Brühler Kolbengärten wird uns geschrieben:

In den Brühler Kolbengärten sollen weitere 2100 Quadratmeter der Kleingartenanlage einer Bebauung zum Opfer fallen. Das sogar im Außenbereich, in dem Bebauung eigentlich gar nicht sein soll. Hier wurden ursprünglich mal die Grenzen der Bebauung festgelegt. Für mich völlig unverständlich, dass hier Natur- und Klimaschutz schon wieder hinten anstehen müssen, Gartenbereiche und Bäume vernichtet werden, der Beton wieder den Vorrang erhält.

Man hat es in Brühl tatsächlich immer noch nicht kapiert. Der Klimawandel ist da! Und ein „weiter so“ ist unverantwortlich. Von einer Nachverdichtung spricht die Beschlussvorlage. Von einer Erweiterungsverdichtung spricht der Grünen-Gemeinderat Dr. Peter Pott. Er hat Recht, denn die Argumente der Gemeindeverwaltung sind an den Haaren herbeigezogen. Das geht ja schon seit Jahren so. Nahezu jeder Garten wird zum Baugebiet erklärt.

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Von
Caroline Scholl
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Außerdem: 2100 Quadratmeter Fläche für zwei bis drei Familien? Was ist denn das für ein riesiger Landverbrauch, wo doch in anderen Brühler Baugebieten immer argumentiert wird, dass mehr Menschen auf weniger Grundfläche wohnen sollen. Jetzt kann nur noch helfen, sich entsprechend der öffentlichen Bekanntmachung vom 11.11.22 schriftlich bis spätestens 19.12.22 zu äußern bei der Gemeindeverwaltung und beim Baurechtsamt am Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis.

Das werde ich tun. Große Hoffnung habe ich allerdings nicht, dass sich was ändert, bisherige Einwände von Bürgern zu anderen Bauvorhaben wurden prinzipiell immer abgebügelt. Aber man sollte nie aufgeben.

Klaus Triebskorn, Brühl