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Wissenschaftsjournalismusist schwierig, aber nötig

Lesedauer

Zu unseren derzeitigen ganzseitigen Diskussionsbeiträgen von Autor Stefan Kern wird uns geschrieben:

Wissenschaftlich orientierter Journalismus, der sich auf der Basis einer soliden Studien- und Forschungslage um nachvollziehbare sowie erkenntnisförderliche Einsichten bemüht, ist ein schwieriges, aber nötiges Unterfangen. Denn immer mehr Menschen haben Probleme, sich in der Fülle von Halbwahrheiten, Gerüchten und Fake News zurechtzufinden.

Im Internet sucht sich jede ihre und jeder seine „eigene Wahrheit“ – und wird fündig. Vor diesem Hintergrund ist der Mut und die Idee anerkennenswert, auf einer Seite Mainstream-Ansichten zu ausgewählten Themen „gegen den Strich zu bürsten“, auf verkürzte Sichtweisen im Umgang mit komplexen Themenstellungen aufmerksam zu machen oder auch grundlegende Begriffe wie den „Kompromiss“ mal reflektierter in den Blick zu nehmen.

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Die Beiträge sind sachlich kompakt und informativ, diskussionsförderlich, anregend und konstruktiv sowie auch ästhetisch anschaulich und ansprechend geschrieben und aufgemacht. So ein Format lässt sich auch mal im Alltag als Grundlage für sich selbst und für interessierte Freunde sowie Bekannte nutzen, um (positiven) Streitgesprächen etwas mehr Substanz und Struktur zu geben. Zudem wird die regionale Heimatzeitung wohltuend aufgewertet durch einen so dringend benötigten Qualitätsjournalismus, der Für- und Wider-Konstellationen reflektierend einordnet und damit argumentative Orientierung in aufgeheizten Gesprächssituationen vermitteln kann.

Was unglücklich daherkommt und eher für Verwirrung sorgt, ist die lokale Zuordnung unter Schwetzingen oder Hockenheim. Warum nicht, analog zur „Fakten-Booster“-Geschichte, die entsprechende (Kern-)Seite mit einer Standard-Überschrift versehen, die den Leser und die Leserin von Beginn an mit der Autorenabsicht konfrontiert. Weiter sollte auch im Sinne einer glaubwürdigen Aufklärungsabsicht verstärkt darauf geachtet werden, die Kontrastierung der Pro- und Kontra-Argumente sachlich ausgewogen zu reflektieren.

Hilfreich wäre es auch, die auf dieser dialektischen Basis resultierende lösungsorientierte Perspektive noch deutlicher herauszuarbeiten – beispielsweise in Form von praxisnahen Empfehlungen. Auch ein Link zu den verwendeten Literaturquellen könnte interessierte und verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger argumentativ stärken. Aber das sind nur spontane Ideen, zudem sehr subjektiv und ergänzungswürdig, daher nicht überzubewerten und sollen den positiven Gesamteindruck nicht schmälern.

Und wem der jeweilige Beitrag zu einseitig ist, kann sich ja in Form von Leserbriefen oder eigenen Stellungnahmen entsprechend äußern und dagegenhalten.

Das ist Sinn der Sache und in einem demokratischen Land mit einer freien Presse selbstverständlich.

Dr. Roland Ullmann,

Schwetzingen

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