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Zweckverband Lußheim

Die Lußheimer Skateranlage kommt auf den Prüfstand

Der Zweckverband muss außerdem ein Regenüberlaufbecken errichten. Den Großteil der Kosten trägt Neulußheim.

Von 
Andreas Wühler
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Der Zahn der Zeit hat an der Skateranlage ebenso seine Spuren hinterlassen wie der Hand zu Graffitis mancher Jugendlicher. Ins-gesamt bietet die Anlage einen sanierungswürdigen Anblick. © Lenhardt

Alt-/Neulußheim. Keine Frage, der Blausee mit seinem zum Baden einladenden Wasser ist das Aushängeschild des Zweckverbandes Lußheim. Der Verband wird von den Gemeinden Altlußheim und Neulußheim betrieben, doch im Blick haben die beiden Kommunen nicht nur das Badewasser, sondern auch die Gewässer, die unter der Erde, in den Abwasseranlagen fließen. Diese Anlage werden gleichfalls vom Verband betreut und in den kommenden Monaten und Jahren wohl einiges an finanziellen Mitteln erfordern.

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Grund hierfür ist das Regenüberlaufbecken, zu dessen Bau der Verband durch wasserrechtliche Auflagen verpflichtet ist. Demnach muss zusätzliches Rückhaltevolumen geschaffen werden. Damit will man Starkregenereignissen vorbeugen, bei denen die Gefahr bestehen könnte, dass Regenwasser samt Abwasser aus dem Kanal in den Kriegbach gelangt, weil die Kapazitäten nicht ausreichen, es zu bändigen.

Das Zauberwort zur Ermittlung der Notwendigkeit eines Rückhaltebeckens lautet „Schmutzfrachtberechnungen“. Mit deren Hilfe wurde für den Verband ein zusätzliches Rückhaltevolumen von 3580 Kubikmetern errechnet. Die Aufteilung des Volumens auf die beiden Gemeinden ergibt jeweils 1790 Kubikmeter.

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Altlußheim in Vorlage

Da die Gemeinde Altlußheim bereits ein Regenüberlaufbecken mit einem Volumen von 1280 Kubikmeter errichtet hat und betreibt, reduziert sich laut Wasserrechtsamt der Bedarf an noch zu errichtendem Stauvolumen auf 2300 Kubikmeter. Mit anderen Worten: Neulußheim muss für ein Rückhaltevolumen von 1790 Kubikmetern sorgen, Altlußheim nur noch von 510 Kubikmetern. Diese unterschiedliche „Bringschuld“ spiegelt sich auch in der Kostenaufteilung wider.

Kostenschlüssel gefunden

Das Büro Willaredt kommt beim Bau eines gemeinsamen Regenüberlaufbeckens mit einem Volumen von 2300 Kubikmetern in einer ersten Kostenschätzung auf einen Betrag von rund 4,7 Millionen Euro. Bei einem Verteilungsschlüssel von 70 zu 30, den Verbandsvorsitzender Grempels der Versammlung vorschlug, hat die Gemeinde Neulußheim hiervon gut 3,3 Millionen Euro zu tragen, die Gemeinde Altlußheim 1,4 Millionen Euro. Die künftigen Betriebs- und Sanierungskosten des Beckens werden dann wiederum hälftig getragen.

Wie Grempels bei der Versammlung ausführte, seien vor der Beschlusslage seit November viele Gespräche zwischen den Kommunen geführt worden, bei denen man sich auf den genannten Verteilungsschlüssel geeinigt habe.

Hanspeter Rausch (SPD, Neulußheim), regte an, gleich größer zu bauen. Durch den Klimawandel müsse vermehrt mit Starkregenereignissen gerechnet werden, sah er eine Kostenersparnis, plane man gleich mit größeren Dimensionen. Für Grempels keine Option, bei dessen Überlegungen die Frage nach einem kostengünstigen Bau im Vordergrund stehen. Zumal, verwies er auf die aktuelle Lage, die Kostenschätzung vom Herbst sei und mittlerweile die Preise stark steigen würden. Friedbert Blaschke (FWV, Altlußheim), erinnerte an die Aussage, dass es darum gehe, den ersten Schub der Wassermassen abzufangen. Dieser sei wegen des Kanalnetzes immer gleich, so die Argumentation von Blaschke.

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Direkt neben dem Häckselplatz, dessen Betrieb für den Verband kaum mit Problemen verbunden ist, sieht man von der derzeitigen, durch die Schließung der Deponie in Hockenheim verursachten Situation ab, liegt die Skateranlage, die gleichfalls in die Zuständigkeit des Zweckverbandes Lußheim fällt.

Schon seit geraumer Zeit werden Stimmen laut, die den Zustand der Anlage beklagen. Im März fand eine Begehung des Geländes statt und dabei wurde der Eindruck bestätigt. Es wurden einige Mängel und ein Sanierungsbedarf festgestellt. Grempels schlug der Versammlung die Einschaltung eines Planungsbüros vor. Dabei hatte er ein Büro im Sinn, dass aktuell die Spielfläche bei der Rheinfrankenhalle plant, vom Fach und vor Ort sei, wodurch sich Kosten sparen ließen.

Ferner schlug der Vorsitzende der Versammlung vor, die Jugendlichen über die jeweiligen Jugendtreffs in den beiden Gemeinden in die Planung mit einzubeziehen.

„Wollen keinen Neubau“

Den Einwand von Kay Schweikert (CDU, Altlußheim), die gesamte Maßnahme auszuschreiben, ließ Grempels so nicht gelten, es gehe nicht um einen Neubau der Anlage, sondern lediglich um eine Sanierung und eventuell das eine oder andere neue Objekt. Dem stimmte sein Stellvertreter, Bürgermeister Gunther Hoffmann aus Neulußheim, zu. „Wir wollen reparieren und ein bisschen verbessern“, wies er Pläne für eine neue Anlage von sich. Die Jugend werde wohl mehr wollen als nur ein „bissl“, gab Schweikert zu bedenken.

Claudia Kohpeiß (Grüne, Altlußheim), und Alexander Mansel (Grüne, Neulußheim), wollten den Passus der Mitbeteiligung der Jugend stärker herausgearbeitet sehen. Das, so Grempels, falle nicht in die Kompetenz des Verbandes, hier vertraue er auf die Profis in den Jugendtreffs. Allerdings konnte er sich vorstellen, ein anderes Büro einzuschalten, von dem es die gesamten Vorarbeiten aus einem Guss gebe, von der Planung bis zur Jugendbeteiligung. Allerdings, betont Grempels, „wir wollen keine Wünsche wecken“.

Hanspeter Rausch gefiel die Lage des Platzes nicht sonderlich . Südlich des Neulußheimer Altreutwegs sei die Skateranlage weit ab vom Schuss und jeglicher sozialen Kontrolle entzogen, empfahl er, sie zur Straße hin zu verlegen.

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