Blausee - Zweckverband öffnet Freizeitanlage an Fronleichnam, damit Gäste den Rest der Pfingstferien nutzen können / Abstandsregelung als größte Herausforderung Ein Bad in der Menge darf es nicht geben

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Matthias Mühleisen
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Reichlich Platz, auf dem sich die Gäste verteilen können: das Gelände der Freizeitanlage Blausee, im Hintergrund Altlußheim, rechts hinten Neulußheim. © Lenhardt

Alt-/Neulußheim. Trotz der coronabedingten Schließung des Blausees hat sich eine Besuchergruppe zahlenmäßig verdoppelt: die Enten, die sich am gepflegten Gewässer wohlfühlen. Doch das wird sich ab Fronleichnam rasch ändern, ist Betriebsleiter Roger Erb sicher. Wenn der Zweckverband Lußheim die Freizeitanlage knapp sechs Wochen später als üblich für Badegäste öffnet, ziehen sich die Wasservögel zurück. Bis dahin haben Erb und sein Team noch eine Menge Arbeit.

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Die Entscheidung, am Donnerstag, 11. Juni, in die Saison zu starten, trafen die „Hauptamtlichen“ des Zweckverbands, die Bürgermeister Uwe Grempels (Altlußheim) und Gunther Hoffmann (Neulußheim) sowie ihre Mitarbeiter Marco Schmidt und Andreas Emmerich, am Samstag.

Was ist zu beachten?

Der Saisonkartenvorverkauf findet am Mittwoch, 10. Juni, von 12 bis 17 Uhr am Blausee statt – einen Rabatt wird es dabei dieses Jahr nicht geben.

Einzelkarten können vor Ort erworben werden. Der Kassenautomat bleibt geschlossen. Beim Kauf einer Einzelkarte müssen die Besucher einen Datenerhebungsbogen ausfüllen.

Zehnerkarten stehen nicht zum Verkauf. Nicht verwertete Karten aus dem Vorjahr werden gesperrt, aber nicht entwertet. Die Inhaber müssen sich an der Kasse melden und einen Datenerhebungsbogen ausfüllen.

Saisonkarten können verlängert oder erworben werden. Die Jahreskarten der letzten Saison können verlängert werden. Bei der Ausstellung neuer Jahreskarten ist der Personalausweis zwingend erforderlich.

Die Zahl der Badegäste ist auf 2000 Besucher gleichzeitig beschränkt.

Es wird keine Tagesschließfächer geben und keine warmen Duschen.

Zu Personen, die nicht zum eigenen oder einem weiteren Haushalt gehören, muss ein Abstand von 1,5 Meter eingehalten werden. Die Gemeinde empfiehlt im Eingangsbereich eine Mund-Nase-Maske zu tragen.

Außerdem gilt: Abstandsmarkierungen und Hinweisschilder beachten; Hände regelmäßig und gründlich waschen; zwischen den Liegen und Handtüchern ist ein Abstand von 1,5 Meter einzuhalten. Dies gilt nicht für Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben sowie zu einem weiteren Haushalt. zg/vas

Dabei spielte einerseits der Wunsch eine Rolle, den Besuchern zumindest noch im letzten Teil der Pfingstferien das Baden zu ermöglichen, andererseits die Vorgaben der Sportstättenverordnung, die es erlauben, dass sich 2000 Menschen gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten, berichtet Uwe Grempels. „Nach den zunächst kursierenden Angaben mussten wir von 1000 Besuchern maximal ausgehen, das wäre schwieriger geworden.“

„Keine normale Badesaison“

Generell schickt der Verbandsvorsitzende voraus: „Es wird keine normale Badesaison werden.“ Das werden die Blauseefans bereits am Mittwoch, 10. Juni, merken, wenn sie zum Saisonkartenvorverkauf kommen: Absperrungen und Markierung sorgen dafür, dass vor der Kasse die Abstandsregelegungen eingehalten werden.

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Rabatt gibt es auf die Saisonkarten nicht wie üblich, doch deren Inhaber haben den Vorteil, dass sie nur einmal einen Datenerhebungsbogen ausfüllen müssen und ansonsten direkt zum Einlass können, weil sie bereits registriert sind. Wer an der Kasse eine Einzelkarte erwirbt, muss dies bei jedem Besuch tun. Darum bleibt auch der Kassenautomat geschlossen und es gibt keine Zehnerkarten, denen keine persönlichen Daten zugeordnet sind.

Dadurch wird es zu Wartezeiten am Einlass kommen, wissen die Verantwortlichen bereits jetzt und überlegen, wie sie die Gäste an heißen Tagen vor Sonne schützen können. Eine Lichtschranke soll die Menschen erfassen, die das Gelände verlassen, so dass stets bekannt ist, wie viele sich aktuell am See aufhalten.

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An den verbleibenden Tagen vor der Eröffnung hat Betriebsleiter Roger Erb noch viel zu tun: Die Markierungsketten und die Inseln müssen ins Wasser, 70 Mülltonnen und Hinweisschilder auf dem Gelände verteilt sowie Markierungen auf dem Boden vor der Kasse aufgebracht werden. Eine Tischtennisplatte ist noch zu sperren, eine Wippe zu entfernen.

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Trotz beschränkter Besucherzahl wird er wie sonst auch 15 Personen pro Tag in Badeaufsicht, Kasse, Kiosks und für die Reinigung im Einsatz haben.

Nur achtmal über 2000 Besucher

Uwe Grempels hofft, dass es nicht oft zu langen Wartezeiten am Einlass kommt: In der vergangenen Saison sei die 2000-Besucher-Marke nur an acht Tagen überschritten worden – überwiegend um 300 bis 1000 Gäste. Der 30. Juni ragte als Spitzentag mit 7300 Erholungssuchenden einsam heraus. Der Bürgermeister sieht alle in der Pflicht, die Vorgaben möglichst gut umzusetzen und die Abstände einzuhalten, damit die Saison, die später anfängt, nicht auch noch vorzeitig endet.

Info: Mehr Bilder der Vorbereitungen: www.schwetzinger-zeitung.de

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Redaktion Redakteur im Bereich Hockenheim und Umland sowie Speyer