Renovierung des Gotteshauses Evangelische Kirche strahlt jetzt hell

Von 
Marion Brandenburger
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Fast fertig und blitzsauber ist das renovierte Gotteshaus, in dem noch einige Kleinigkeiten zu erledigen sind. © Marion Brandenburger

Altlussheim. Schön ist sie geworden, die frisch renovierte evangelische Kirche. Anfang Februar wurde die Orgel ausgepackt, die trotz dicker Schutzhülle eine ordentliche Portion Baustaub abbekommen hat. Aber bis Ende des Monats kommt der Orgelbauer und dann steht die große Reinigungsaktion des Kircheninstruments auf der Tagesordnung, sodass es bis Ostern wieder seine alte Klangfülle hat.

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An der kleinen Orgel im Altarraum orientiert sich die Holzfarbe für den Altartisch und Ambo, die beide noch fehlen. Beides soll aus dem gleichen Holz gefertigt werden, damit auch hier ein stimmiges Bild entsteht, der harmonische Gesamteindruck gestärkt wird.

Stauraum geschaffen

Das Taufbecken ist schon weiter nach vorne gerückt worden und steht an seinem endgültigen Platz. In der Sakristei glänzt der frisch versiegelte Parkettboden und großzügige Einbauschränke sorgen künftig in dem kleinen Raum für Ordnung und Übersicht.

Auf der anderen Seite entstand eine neue Toilette, sehr modern und schick. Im Vorraum wurde eine kleine Küchenzeile eingebaut. Das erleichtert das Spülen der Abendmahlsgefäße oder des Geschirrs beim Kirchencafé.

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Ja, es ist sehr hell geworden in der Kirche. Wer zum ersten Mal eintritt bekommt staunende Augen. Daran muss man sich gewöhnen, aber wenn dann der restliche Bauschmutz entfernt ist und auf den Bänken farblich passende Polster liegen, kommt man nicht umhin zuzugeben, die Kirche hat dazugewonnen. Die Buntglasfenster kommen wunderbar zur Geltung und das Lichtkonzept, das in allen möglichen Farben den Innenraum gestalten kann, ist großartig.

Weihnachtsstern soll in Altarraum

Noch hängt der Weihnachtsstern vor der Orgel, der dort aber nicht bleiben wird. Organist Klaus Wörner setzte sich mit aller Form dafür ein, dass der Stern am nächsten Weihnachtsfest wieder nach vorne in den Altarraum kommt. „Dort hinten sieht den ja niemand“, argumentierte der engagierte Kirchenmusiker mit Überzeugung.

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Da ist er ganz einer Meinung mit dem Kirchengemeinderat und Pfarrer Matthias Zaiss, der beim Besuch unserer Zeitung eifrig am Tableau der Beleuchtung hantierte, um die Kirchenfenster und den Altar in dezenten Farben erstrahlen zu lassen. Egal, ob ganz hell oder heimelig gedimmt, die Beleuchtung wird je nach Gottesdienst oder Veranstaltung individuell gestaltet werden können.

Warme Holztöne gewählt

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Auch die Treppe nach oben ist fertig und das geölte Holz fügt sich gut ins Gesamtkonzept. Der unterhalb der Treppe vorhandene Raum wurde verkleidet und bietet im Inneren Stauraum für alles Mögliche. Außen wurden Regale eingelassen, so dass auch die Gesangbücher ihren festen Platz haben. Sehr angenehm fällt einem die Grundwärme in dem Gotteshaus auf, die dank der modernen Heizanlage nun im Inneren herrscht. Nicht zu warm, aber auch keine Eiseskälte im Winter mehr, was sicherlich der Qualität der Orgel zu Gute kommt.

Ob Pfarrer Matthias Zaiss noch vor seinem Ruhestand Ende April einen Präsenzgottesdienst in „seiner“ neu renovierten Kirche halten kann, hängt natürlich von der Pandemieverordnung ab, wäre aber natürlich wünschenswert. Wobei der Gedanke an Ostern im Hinterkopf bleibt.

Womöglich ist ja schon bald wieder die Youtube-Variante des Gottesdienstes aus der evangelischen Kirche zu sehen. Solange gewährt die katholische Gemeinde um Dekan Jürgen Grabetz Gastfreundschaft was Pfarrer Zaiss als einheitliches Zeichen der Ökumene vor Ort sieht.

Freie Autorenschaft Marion Brandenburger ist seit 2004 freie Mitarbeiterin der SZ/HTZ für Altlußheim und Umgebung sowie für die Bereiche Kultur, Vereine und Kirche.