Gemeinderat - Freiwillige Feuerwehr erhält neues Fahrzeug / 150 000 Euro im Haushalt eingeplant Feuerwehr Altlußheim: Nachfolgerfahrzeug kommt zum 40.

Von 
Andreas Wühler
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Auf die Wehr ist Verlass, so wie hier bei einem Großbrand im März 2015 in einem metallverarbeitenden Betrieb. Zu Einsatzbereit-schaft gehört das entsprechende Material, das nun um ein neues Fahrzeug ergänzt werden soll. © Wolfgang Schwindtner

Altlußheim. Nach dem Feuerwehrgesetz sie die Gemeinde verpflichtet, für eine leistungsfähige Feuerwehr zu sorgen, betonte Bürgermeister Uwe Grempels und fügt hinzu, dass dies durchaus im eigenen Interesse sei. Immerhin soll die Wehr im Ernstfall Leben schützen und retten, da sei die Sicherstellung der Einsatzkraft das Mindeste. Diese zu sichern, schlug er dem Gemeinderat die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Wehr vor. Die Kosten für diese Maßnahme werden auf rund 150 000 Euro geschätzt.

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Wie Grempels weiterhin anmerkte, sie der aktuelle Bedarfsplan der Wehr vom Rat vor fast acht Jahren beschlossen worden, demnächst soll er fortgeschrieben werden. In diesem Plan war schon für das Jahr 2015 die Anschaffung eines Gerätewagens vorgesehen. Nun wird das Fahrzeug mit einiger Verspätung angeschafft, kommt jedoch gerade zur rechten Zeit, um den 40. Geburtstag des Löschfahrzeuges zu feiern, das 1981 seinen Betrieb aufnahm und nun ersetzt werden soll.

Anhänger werden ausgemustert

Da der Gerätewagen einen anderen Aufbau besitzt als das Löschfahrzeug, werden durch ihn nicht nur dieses, sondern gleich drei Anhänger ersetzt: Ein Tragkraftspritzenanhänger aus dem Jahr 1981, ein Schlauchanhänger aus dem Jahr 1974 und ein Mehrzweckanhänger, der auf fast drei Jahrzehnte im Dienste der Wehr kommt. Baujahre, die zeigen, wie sorgsam die Wehr mit ihrem Material umgeht. Der neue Gerätewagen wird wie gesagt ohne die Anhänger auskommen, stattdessen kann er mit bis zu acht Rollcontainern bestückt werden, die es in verschiedenen Varianten gibt.

So für Atemschutz, Schlauch, Tragspritze, Schaum oder Hochwasser, um nur einige zu nennen. Dies ist auch deshalb möglich, dass der Gerätewagen nicht zu den Ersteinsatzfahrzeugen zählt, sondern dem Transport von Einsatzmitteln dient. Sprich, er wird im Ernstfall von den Feuerwehrleuten vor Ort mit der entsprechenden Ausrüstung angefordert.

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Im Haushalt sind für das neue Fahrzeug 150 000 Euro veranschlagt, wobei ein Zuschuss des Landes mit kalkulierten 55 000 Euro schon eingeplant ist. Weitere gut 10 000 Euro sind für eine Service-Dienstleistungsgesellschaft des Gemeindetages von Baden-Württemberg vorgesehen. Diese soll die Gemeinde bei der Erstellung der Vergabeunterlagen ebenso unterstützen wie bei der Durchführung des vollelektronischen Verfahrens, bei der Wertung der Angebot sowie bei der Erstellung einer Kostenschätzung.

Entscheidung im ersten Halbjahr

Vom Gemeinderat wollte Grempels nun die Zustimmung für ein stufenweises Vorgehen. Zum einen den Grundsatzbeschluss für die Anschaffung des Fahrzeuges, dann die folgenden Schritte bis hin zum endgültigen Kauf, der mit etwas Glück zum Ende der ersten Jahreshälfte vollzogen werden soll. Sofern die Maßnahme im Kostenrahmen bleibt und die Zuschüsse, die in den nächsten Tagen beantragt werden, fließen.

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Claudia Kohpeiß (Grüne) sprach von einer lange geplanten und durchdachten Vorgehensweise und stimmte ebenso zu wie Simone Köhler (FWV), die betonte, wie wichtig es sei, die Schlagkraft der Wehr zu erhalten. Die Mittel stünden im Haushalt, der Kauf sei die logische Folge, merkte Kay Schweikert (CDU) und sah es als dringend erforderlich an, das 40 Jahre alte Fahrzeug durch eine Neuanschaffung zu ersetzen. „Was lange währt“, hielt Charlotte Jung-Cron (SPD) fest, die es gleichfalls begrüßte, dass das Löschfahrzeug ersetzt und die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr somit gestärkt wird.

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