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Freiwillige Feuerwehr - Neue Mitglieder für die Einsatzgruppe / Große Spektrum an Aufgaben

Fünf "Flämmchen" sind jetzt bei der Jugendfeuerwehr Altlußheim

Von 
Marion Brandenburger
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Kommandant Thorsten Lehrenkrauß ist stolz auf seine neuen Wehrmitglieder Noah Lehrenkrauß (v. l.), Anton Willimsky, Moritz Köhler und Isabel Pflüger. © Brandenburger

Altlußheim. Die „Flämmchen“, das ist der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr in Altlußheim und ab dem Alter von sechs Jahren geht es los. Spielerisch werden die Kinder an die Arbeit der Feuerwehr herangeführt und von 10 bis 18 gehört man der Jugendfeuerwehr an. Von dort geht es dann in den aktiven Dienst. Heuer ist Kommandant Thorsten Lehrenkrauß sehr stolz auf seine fünf „Flämmchen“, die nun erwachsen geworden sind und seit kurzem zur Einsatztruppe gehören. Isabel Pflüger, Noah Lehrenkrauß, Anton Willimsky, Moritz Köhler und Justin Müller sind alle seit acht oder neun Jahren dabei. Sie kennen sich noch aus der „Flämmchenzeit“ und bei der Jugendfeuerwehr hat man zusammen die Leistungsspange gemacht.

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Die Grundausbildung fand dieses Jahr in Altlußheim statt, das wechselt im Unterkreis Schwetzingen immer zwischen den Wehren. 70 Stunden dauert der Grundlehrgang und ist über fünf Wochenenden gestreut. Neben Erster Hilfe beinhaltet der Lehrgang Kurse in Funktechnik und Atemschutz. Die Vorschriften sind streng, jede Stunde des Lehrgangs muss absolviert werden. Wer fehlt, muss nacharbeiten.

Kommandant Thorsten Lehrenkrauß ist überzeugt, dass die Stärke der Altlußheimer Wehr in ihrer Vielfalt der Berufe liegt. Vieles kann selbst erledigt werden, da entsprechende Handwerker und Techniker im aktiven Dienst sind und immer jemand eine Idee hat, wie man auch an richtig schwierige Situationen herangeht. „Wir löschen ja nicht nur Feuer“, lächelt der Kommandant.

Erste Einsätze absolviert

Vieles gibt es zu tun für die Freiwillige Feuerwehr und manches stellt einen schon vor Probleme, nicht nur technisch. Mit dem Nachwuchs kommen neue Berufe zur Feuerwehr dazu. Isabel Pflüger macht gerade eine Ausbildung zur tiermedizinischen Fachkraft. „Sie darf dann die Katze vom Baum holen“, lachen ihre Kollegen. Aber auch ein Azubi zum Schreiner und ein „Bufdi“ im Sanitätsdienst sind dabei.

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Ja, und es gab für die „Neuen“ schon einige Einsätze zu bewältigen. Wegen Corona ist man in kleineren Gruppen unterwegs und an den Übungsabenden gab es gelegentlich mal „Alarm“. So mussten am Rhein Jungstörche aus dem Nest gerettet werden (wir berichteten), als der Kriegbach ausgetrocknet war, galt es die Fische zu beseitigen. Wasser musste aus Kellern gepumpt werden und auch ins Ahrtal fuhr man, um zu helfen.

Ja, die Jungs und Mädels von der Feuerwehr haben immer etwas zu erzählen, manchmal mit einem Augenzwinkern. Bleibt die Frage nach der Motivation. Seit Kindesbeinen sind sie bei der Feuerwehr, klar einige wie Isabel oder Noah sind „erblich“ belastet. Aber es ist ein zeitaufwendiges Hobby, anstrengend und körperlich fordernd. Die Antwort der jungen Leute berührt: „Es ist ein gutes Gefühl, etwas für die Gesellschaft zu tun.“ Da könnte in diesen Tagen so mancher darüber nachdenken.

Freie Autorin Marion Brandenburger ist seit 2004 freie Mitarbeiterin der SZ/HTZ für Altlußheim und Umgebung sowie für die Bereiche Kultur, Vereine und Kirche.

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