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Nachverdichtung - Plan für Quartier Wilhelm-Busch-Weg, Friedrich-, Haupt- und Hockenheimer Straße

Gemeinde wächst im Inneren

Von 
Matthias Mühleisen
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Altlußheim. Eine „geordnete und maßvolle Innenverdichtung“ ist das Ziel der Überplanung des Quartiers Wilhelm-Busch-Weg, Friedrich-, Haupt- und Hockenheimer Straße, die der Gemeinderat einstimmig beschlossen hat. Die für Altlußheim typischen Gebäudestrukturen sollen einerseits bewahrt werden, andererseits sollen die Grundstückseigentümer zukünftig verbindlich geltende Erweiterungs- und Nachverdichtungspotenziale erkennen können.

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Wie Bürgermeister Uwe Grempels erläuterte, hatten sich schon vor zwei Jahren Eigentümer im Quartier Hockenheimer Straße zwischen Hauptstraße und Wilhelm-Busch- Weg über Möglichkeiten des Umbaus oder der Umnutzung von Scheunen in Wohnraum gemeldet.

Da in diesem Straßenzug noch keine Wohnbebauung im rückwärtigen Grundstücksbereich besteht, fügten sich die Vorhaben jedoch nicht ein und waren somit nicht genehmigungsfähig. Nur durch ein Bebauungsplanverfahren könne eine Wohnnutzung im rückwärtigen Grundstücksbereich in dem Quartier geprüft und eine Rechtsgrundlage geschaffen werden, berichtete Grempels.

Das Interesse daran bestätigte jetzt eine Abfrage der Verwaltung auf Beschluss des Gemeinderats: Bei insgesamt 32 Anwesen in dem Quartier haben 15 Eigentümer dabei Interesse an einer erweiterten baulichen Nutzung bekundet. Der Schwerpunkt des Interesses liege nach wie vor in der Hockenheimer Straße.

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Stichweg als Zufahrt nicht möglich

Die Befragung ergab: Die rückwärtige Erschließung des Quartiers durch einen Stichweg ist nicht umsetzbar – nicht alle Eigentümer sind bereit, für die Zufahrt Grundstücksflächen zur Verfügung zu stellen. Der Bebauungsplan könne somit nur eine Bebauung mit Zufahrt und Anschluss über die Hofflächen der bestehenden Häuser ermöglichen.

Trotzdem sind alle Fraktionen dafür, den Bebauungsplan aufzustellen. Sandra Fluhrer (Grüne) sprach sich für eine maßvolle Verdichtung aus, der Plan ermögliche gleiches Recht für alle. Dieses Stichwort griff Klaus Oettinger (Freie Wähler) auf. Er verwies auf die Größe der Grundstücke, die aus einer Zeit stamme, in der Selbstversorgung noch eine Rolle spielte.

Kay Schweikert (CDU) sprach von einer zukunftsweisenden Planung, da Wohnraum stark gesucht werde. Innenverdichtung sei bei so großen Grundstücken im Hinblick auf Versiegelung optimal. Das Interesse der Eigentümer rechtfertige den Beschluss. Dieter Hoffstätter (SPD) sprach einen weiteren Aspekt an: Die Bebauung in zweiter Reihe erlaube es auch Familien mit normalem Haushaltseinkommen, den Traum vom eigenen Haus zu realisieren. Neben der Wohnraumschaffung sei es im Interesse der Gemeinde, durch Zuwachs an Einwohnern die Finanzzuweisungen zu steigern. Den Bebauungsplanentwurf erstellt ein von der Gemeinde beauftragter Stadtplaner. mm

Redaktion Redakteur im Bereich Hockenheim und Umland sowie Speyer

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