AdUnit Billboard
Verlängerung der Betriebserlaubnis steht bevor

Klärwerk in Neulußheim und Altlußheim wird erweitert

Von 
Andreas Wühler
Lesedauer: 

Neulußheim/Altlußheim. Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des Abwasserzweckverbandes Bruchniederung zur Verbandsversammlung. Dem Verband gehören neben Gemeinderäten aus Oberhausen-Rheinhausen je drei aus Neulußheim und Altlußheim an. Den Vorsitz des Verbandes, der sich den Themen Abwasserentsorgung und Klärwerk widmet, hat derzeit Neulußheims Bürgermeister Gunther Hoffmann inne.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Im Mittelpunkt des jüngsten Treffens stand die Verabschiedung des Haushaltsplans für das kommende Wirtschaftsjahr. Ein Zahlenwerk ohne besondere Vorkommnisse, betonte Hoffmann und lenkte den Blick auf die mittelfristige Finanzplanung, in der durchaus einige Aufgaben anstehen. Was schon daran zu erkennen sei, dass im kommenden Haushaltsjahr zweimal Planungskosten eingestellt sind, einmal für die Erneuerung des Leitsystems, zum anderen für den Neubau der Reinigungsstufe. Planungskosten, die in naher Zukunft mit Sicherheit zu Investitionen führen werden.

Letzten Haushalt eingebracht

Dieter Büchel, Kämmerer von Altlußheim und Verbandsrechner, trug der Versammlung die Eckdaten des Haushaltsplans vor, der sich nahtlos in die Reihe seiner Vorgänger einfügt. Den größten Brocken stellt mit 1,7 Millionen Euro die Abwasserbeseitigung dar, ein Plus von rund 46 000 Euro. Im Finanzhaushalt sind 60 000 Euro an Investitionen eingeplant und im kommenden Jahr wird der Verband ohne eine Darlehensaufnahme auskommen.

Weitere 70 000 Euro sind für verschiedene Gutachten eingestellt, hielt Büchel fest und verwies auf die anstehende Verlängerung der Betriebserlaubnis für das Klärwerk, für die noch einige Expertisen benötigt werden.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Stromkosten steigen stark an

Der Haushaltsplan 2022 wurde von der Verbandsversammlung anschließend einstimmig gebilligt. Für Büchel war es der 24. Haushalt, den er für den Zweckverband vorbereitet hat und zugleich sein letzter, verabschiedet er sich doch im März in die Freistellungsphase.

Stark angestiegen sind die Stromkosten, doch hat dies seine Ursache in den Grenzwerten, die beim Ammonium einzuhalten sind. Hierzu muss dem Abwasser Sauerstoff zugeführt werden, der den Ammoniumstickstoff in Ammoniumnitrat umwandelt. Der Sauerstoff wird über Kreiselbelüfter zugeführt, was wiederum die Stromkosten in die Höhe treibt. Rund 2000 Kilowattstunden sind hierfür pro Tag anzusetzen.

Dr. Markus Hartmann (Grüne), Neulußheim, regte an, den Strompreis mithilfe einer Photovoltaikanlage zu reduzieren, doch sei dies, wie Hoffmann erwiderte, schwierig, da die Kreiselbelüfter mit Starkstrom betrieben würden.

Das Abwasseraufkommen von Altlußheim sank im laufenden Jahr um 20 Prozent, erkundigte sich Dr. Karl Ludwig Ballreich (FWV), Neulußheim, nach der Ursache. Corona und die in der Folge gedrosselte Produktion bei einem Großbetrieb in der Gemeinde seien der Grund hierfür, war zu hören. Ballreich wollte ferner wissen, ob das Klärwerk nördlich des Blausees bei Starkregenereignissen mit den Niederschlagsmengen aus Neulußheim und Altlußheim zurechtkomme.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Wie Bürgermeister Uwe Grempels, Altlußheim, ausführte, wird das Abwasser aus Neulußheim und Altlußheim ab der Höhe des Häckselplatzes in Altlußheim mithilfe einer Druckleitung zum Klärwerk gepumpt. Dort sei eine Abwassermenge von 230 Liter pro Sekunde genehmigt, in der Regel würden 190 bis 200 Liter in der Sekunde ankommen. Die Druckleitung wiederum sei auf eine Leistung von 130 Litern pro Sekunde ausgelegt, liefere zur Zeit nur noch 90 Liter pro Sekunde, weshalb der Zweckverband Lussheim beschlossen hat, sie zu erneuern.

Die Kosten hierfür werden auf rund eine Million Euro geschätzt, merkte Verbandsvorsitzender Hoffmann an, der zugleich auf das Regenrückhaltebecken verwies, das der Zweckverband Lussheim in Planung hat. Auch für das Klärwerk stünden einige Investitionen an, sah Hoffmann große Herausforderungen auf den Verband zukommen. Im Frühjahr soll deshalb eine Begehung des Werks stattfinden.

Redaktion Zuständig für die Verwaltungsgemeinschaf

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1