Bürgerhaus - „Theater en miniature“ zeigt „Der Grüffelo“ nach Bilderbuchklassiker / Mutiger Nager sorgt mit Trick für Begeisterung bei Kindern / Raubtiere abgeschreckt Maus mit Erfindungsreichtum meistert alle Gefahren

Von 
Maren Ryll
Lesedauer: 
Besondere Spielfläche: die Schauspielerin Ellen Heese mit ihren Hauptfiguren, der Maus und dem Grüffelo. © Ryll

Altlußheim. Die Mischung aus Schauspiel und Figurentheater des „Theater en miniature“ kam bei den Jüngsten sehr gut an. Ellen Heese führte auf Einladung der Gemeindebücherei das Theaterstück „Der Grüffelo“ nach dem weltberühmten Bilderbuch von Julia Donaldson und Axel Scheffler im Bürgersaal des Bürgerhauses auf.

AdUnit urban-intext1

Die Maus tollt ganz lässig im Wald herum, der voller Gefahren ist. Dabei ist es gut, einen starken Freund zu haben, der einen beschützt. Aber was, wenn man keinen hat? Genau, dann erfindet man sich eben einen.

Auf einmal entdeckt die Maus hinter sich einen Fuchs, der sich langsam herangeschlichen hat. Dieser lädt die Maus ein, gemeinsam Götterspeise zu verzehren. Sie vermutet jedoch, dass er sie verspeisen möchte und sagt, dass sie auf ihren Freund, den Grüffelo, warte.

Da der Fuchs den Grüffelo nicht kennt, beschreibt die Maus ihn mit vielen furchterregenden Eigenschaften und sagt, dass dessen Lieblingsspeise Fuchsspieß sei. Worauf der Fuchs schnell flüchtet.

AdUnit urban-intext2

Kurze Zeit später taucht eine Schlange auf, die schon ihre Nahrung vor sich sieht. Sie lädt die Maus zu einem Schlangen-Mäuse-Fest ein, jedoch sagt die Maus auch hier wieder ab. Denn sie treffe sich gleich mit ihrem Freund, dem Grüffelo, der sehr gerne Schlangenpüree isst. Die Schlange ist geschockt und zieht sich schnell zurück, bevor sie dem Grüffelo begegnet. Der Maus bleibt die Erkenntnis: „Wie dumm Fuchs und Schlange doch sind – sie fürchten sich so, dabei gibt es ihn gar nicht.“

Als eine Eule sie zum Teetrinken einladen will, sagt die Maus ein drittes Mal ab unter Verweis auf ihren Freund, den Grüffelo, dessen Lieblingsessen Eule mit Zuckerguss ist. Die Eule erschrickt, warnt jedoch die Maus: Wenn man sich etwas Schreckliches ausdenkt, kann auch etwas Schlimmes passieren.

Zauberspruch mit Folgen

AdUnit urban-intext3

Da fällt der Maus ein, dass sie sich ja den Grüffelo ausgedacht habe, den es vielleicht wirklich gebe, und muntert sich mit einem Zauberspruch auf: „Mäusefurz und Spinnenbein, meine Angst wird klitzeklein.“ Kaum hat sie den Satz beendet, taucht plötzlich der leibhaftige Grüffelo auf – und er sieht genau so aus, wie sie ihn den andern Tieren im Wald beschrieben habe: mit spitzen Zähnen, langen Krallen und einer dicken Warze auf der Nase. „Es gibt ihn doch“, murmelt die Maus und bekommt fürchterliche Angst, da er ihr erzählt, dass sein Lieblingsschmaus, Butterbrot mit kleiner Maus sei.

AdUnit urban-intext4

Die Maus erwidert mutig, dass alle Tiere im Wald fürchterliche Angst vor ihr haben, was den Grüffelo zum Lachen bringt, denn wer habe denn vor so einer kleinen Maus Angst. Nach und nach kommen der Fuchs, die Schlange und die Eule vorbei und fliehen sofort, als sie den Grüffelo sehen. Die Maus jedoch bleibt ihrem Rezept treu: „Grüffelogrütze könnte ich gut vertragen“ und freut sich riesig, weil sie damit auch den Grüffelo in die Flucht schlägt.

„Es war eine tolle Veranstaltung“, fanden die Organisatorinnen der Bücherei, Manuela Schwäger und Kerstin Werle. Der große Applaus des jungen Publikums bestätigte das.