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Angriffskrieg Russlands - Ach, wenn der Papst doch nur alle Völker erreichen könnte

Nato und Deutschland müssen sich in der Ukraine verteidigen

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Seit Jahrhunderten sind Sunniten und Schiiten in einen endlosen Krieg verwickelt. Seit März 2021 scheint sich jedoch im Irak eine zuvor undenkbare Aussöhnung anzubahnen. Und zwar mithilfe des Papstes. Johannes Paul II. hatte zwar schon in den 1980ern mit Muslimen gebetet und gesprochen, aber nur mit Sunniten, vor allem dem Rektor der Al-Azhar Universität von Kairo, dem Großiman Ahmed el-Tayeb.

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Die Schiiten waren daran nicht beteiligt. Dieser Schritt gelang erst Papst Franziskus und dem schiitischen Großajatollah Ali al-Sistani in Nadschaf. Nach ihrem Treffen – vor einem Jahr also – hoffte Iraks Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi, die beiden zerstrittenen Konfessionen zu versöhnen. Der Tag ihrer Begegnung sollte zum nationalen Gedenken an Toleranz und Koexistenz auffordern.

Die Freude über diesen ersten Schritt zum Frieden war gewaltig und die Erwartung hoch. Der den Papst begleitende Bamberger Bischof Schick rief die Kirche in Deutschland auf, Schulen, Kindergärten und auch Universitäten zu errichten, die auch von Muslimen besucht würden. „Der Irak würde zu einem Stabilitätsfaktor für die gesamte Region werden.“

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Ähnliche Erwartungen hätte 2021 auch ein Papstbesuch in der Ukraine geweckt. Das weiß zwar niemand mit Sicherheit. Aber manches spricht dafür. So hat es zwischen den letzten Päpsten der jüngeren Zeit und dem Patriarchen Kyrill I., dem Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, schon mehr Gespräche gegeben als mit muslimischen Oberhäuptern. Zweitens sind beide der Lehre Jesu verpflichtet, wissen zugleich aber auch, wie begrenzt ihr Einfluss ist.

Das hat sich am Osterfest gezeigt. In seiner weltweit verbreiteten Predigt hat der Papst darauf verzichtet, Putin wegen des tausendfachen Mordens und der millionenfachen Vertreibung an den Pranger zu stellen. Er hat sich damit begnügt, die Welt zur Liebe und zum Frieden aufzufordern. Hätte er dagegen vor einem Jahr, während des unerklärten Krieg im Osten der Ukraine mit Kyrill gesprochen und eine gemeinsame Friedensbotschaft für alle Kirchen weltweit verkündet, würde die Welt anders aussehen. Vor allem die Russen würden die Wahrheit kennen. Putin hätte es schwerer, seine Lügen zu verbreiten, um sein Volk hinter sich zu bringen. Zugleich würde es auch Verständnis für die demokratische Welt aufbringen, denen ihr Präsident Kriegstreiberei und Waffenlieferungen vorwirft. Dazu wäre sogar jetzt noch Zeit!

Die Welt muss die ganze Wahrheit kennen. Sie erfährt zum Beispiel nicht, dass viele Staaten, sogar das winzigen Moldawien, Medikamente und Lebensmittelspenden, zugleich aber auch Millionen Flüchtlinge aufnehmen. Dieser Schutz von Menschenleben steht höher als alle sonstigen Bedenken. Deutschlands etwa, das nicht begreift, dass seine „Marder“ jetzt gebraucht werden, um die Nato in einer Vorwärtsverteidigung in der Ukraine zu schützen.

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Helmut Mehrer, Brühl

Wer ist der Gewinner?

Krieg. Seit Menschenbeginn gibt es immer wieder Kriege. Krieg ist aus unseren Köpfen nicht wegzudenken. Wir alle fragen uns, wieso es seit Jahren keinen Frieden gibt. Wer würde denn Interesse daran haben, das Leid anderer zu verlängern? Auf beiden Seiten sterben unschuldige Menschen.

Tote, die man hätte verhindern können. Parteien, die bis vor Kurzem noch für Frieden standen, rufen dazu auf, schwere Waffen zu liefern, um den Krieg zu „beenden“. Nach längerem Überlegen bemerkt auch der Letzte, dass ein Krieg so nicht beendet, sondern verlängert wird.

In welcher Realität hat es jemals funktioniert, Feuer mit Feuer zu bekämpfen? Noch nie! Waffen ziehen den Krieg in die Länge und nehmen somit noch mehr Leben. Wer profitiert also vom Leid anderer? Die Zivilbevölkerung? Nein. Irgendein Staat? Auch nicht. Die Einzigen, die von einem Krieg profitieren, sind die großen Firmen, die ihr Geld mit der Produktion von Waffen verdienen.

Unehrliches und mit Blut beschmiertes Geld. Egal von welchem Krieg wir sprechen, ob in der Ukraine, Afghanistan oder in Syrien, wir können Kriege nur stoppen, indem wir Waffenexporte boykottieren! Diese Gelder, die für Krieg verschwendet werden, sollten in den sozialen Fortschritt gesteckt werden, damit später einmal unsere Kinder keine Pfandflaschen sammeln müssen.

Helena Tanke, Neulußheim

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