Gemeinderat - Neuorganisation der Forstverwaltung steht auf der Tageordnung Neuen Wohnraum im Ortsetter schaffen

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aw
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Altlußheim. Was die Nachbargemeinde Reilingen schon hinter sich hat, steht dem Altlußheimer Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstag, 22. Oktober, noch ins Haus – die Kenntnisnahme der Neuorganisation der Forstverwaltung und die Entscheidung darüber, ob die Gemeinde ihren Wald weiterhin in die Obhut des Kreisforstamtes gibt, dann zu echten, den Gestehungspreisen oder ob sie ihren Wald in Eigenregie bewirtschaftet.

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Was sich kaum lohnen dürfte, denn nach der Forstneuorganisation geht es in der Gemeinde nur noch um gut 30 Hektar Wald – das Gros der Waldfläche untersteht künftig der Zuständigkeit des Forst BW, der diese Aufgabe in Form einer Anstalt des öffentlichen Rechts für das Land wahrnimmt.

Billigen soll der Rat den Entwurf für den Bebauungsplan der Innenentwicklung im Geviert Haupt-, Kurpfalz-, Waldhorn und Ziegelstraße. Stimmt der Rat dem Entwurf zu, wird dieser öffentlich ausgelegt und haben die Träger öffentlicher Belange und die Bürger Gelegenheit, sich zu dem Plan zu äußern.

Anschließend hat sich der Rat mit einigen Bauangelegenheiten zu befassen. An der Ecke Rheinhäuser Straße/Rheinlustweg soll ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten entstehen. Das Vorhaben hat Rat und Ausschuss schön öfter beschäftigt, nun entspricht es den Vorgaben – einer Genehmigung dürfte nichts mehr im Wege stehen.

Umstrittenes Bauvorhaben

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Mehr Gesprächsbedarf dürfte es bei einem Bauvorhaben auf der südlichen Seite der Friedensstraße geben. Zwar kann sich die Verwaltung an der besagten Stelle grundsätzlich eine Bebauung vorstellen, doch der Ausschuss hat sich dagegen ausgesprochen: Er will an dieser Stelle die Grenze der Bebauung nicht durchbrechen und den unerschlossenen Außenbereich schonen.

Ein weiteres Vorhaben in der Hockenheimer Straße, ein Haus soll Balkon und Gaube erhalten, scheint hingegen unkritisch wie auch die Gemeinde keine Anregungen gegen ein geplantes Baugebiet „der Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen vorbringen wird.

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Bleiben noch zwei Anträge der Fraktion der Grünen. Zum einen hat die Fraktion die Ausweisung einer Spielstraße in der Hockenheimer Straße, zwischen Körner und Hebelstraße, sowie in Teilen der Sophie-Scholl-Straße beantragt, zum anderen will sie, dass sich die Gemeinde erneut um das Förderprojekt „Natur nah dran“ des Nabu und des Umweltministeriums bewirbt.

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Zum Abschluss der Sitzung, vor den formalen Punkten, haben die Fraktionen die Gelegenheit, ihre Anträge für den Haushalt 2020 einzureichen, die im November in einer nichtöffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses beraten werden. Im Dezember ist die Einbringung des Haushalts in den Gemeinderat geplant und im Januar soll seine Verabschiedung erfolgen. aw