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Naturschutz

Situation am Kriegbach: Wasser wird neu aufgeteilt

Regierungspräsidium lädt zum fachlichen Austausch ein: Konzept zur Aufteilung des Kraichbachwassers am Schneidmühlwehr, den aktuellen Probebetrieb sowie das weitere Vorgehen Thema.

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rp
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Am Schneidmühlwehr soll das Wasser zwischen Kraichbach, der Hauptstrom, und Kriegbach für einen Probezeitraum neu verteilt werden. © Rösch

Altlußheim. Bereits im August und September hatte der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe (LBG) über die Niedrigwassersituation am Kriegbach und deren Zusammenhänge sowie zu den erfolgten und geplanten Maßnahmen informiert, heißt es in einer Presseerklärung des Regierungspräsidiums.

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In einer Gesprächsrunde am Dienstag, 5. Oktober, im Bürgersaal erläuterte der LBG nun eingeladenen Vertreter aller betroffenen Kommunen, des BUND, der ortsansässigen Angelvereine sowie der zuständigen Unteren Wasserbehörden des Rhein-Neckar-Kreises und des Landkreises Karlsruhe das von einem Fachbüro entwickelte Konzept zur Aufteilung des Kraichbachwassers am Schneidmühlwehr, den aktuellen Probebetrieb sowie das weitere Vorgehen.

Wie in der Pressemitteilung vom 27. September erläutert, so der LBG, wurde bereits Ende September mit einem Probebetrieb zur angepassten Wasseraufteilung am Schneidmühlwehr auf Grundlage einer bis Oktober 2022 befristeten wasserrechtlichen Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde des Landratsamtes Karlsruhe begonnen.

Nur eine Zwischenlösung

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Der Probebetrieb wird aktuell bei akuten Niedrigwassersituationen angewandt, ist aber in seiner derzeitigen Form nur eine Übergangslösung, weil bei einem Dauerbetrieb unter anderem gewässerökologische Beeinträchtigungen des Kraichbachs nicht ausgeschlossen werden können, so der LBG.

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Der Probetrieb dient neben der temporären Verbesserung der Situation am Kriegbach, insbesondere der Erhebung von Daten, als Basis für die Erstellung eines Gutachtens. Dieses soll für zukünftige Niedrigwassersituationen eine belastbare, objektive Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen schaffen. Hierzu werden unter anderem weitere temporäre Pegel an den Flüssen installiert und die verschiedenen möglichen Ursachen für das Trockenfallen des Kriegbachs ganzheitlich überprüft.

Die Erstellung des Gutachtens erfolgt durch ein Fachbüro in einem iterativen Prozess, also in einer schrittweisen Vorgehensweise, während dessen immer wieder Verbesserungen und Anpassungen erfolgen, und wird vom LBG fachlich eng begleitet. Kernfrage des Gutachtens ist, ob eine angepasste Wasseraufteilung für den Kraichbach ökologisch verträglich ist.

Kommunikation in der Kritik

Trotz teilweise kontrovers diskutierter Standpunkte war der Austausch insgesamt konstruktiv: So wurden dem LBG und den Unteren Wasserbehörden von den Anwesenden weitere mögliche Ursachen für das Trockenfallen des Kriegbachs genannt, welche nun ebenfalls überprüft werden.

Eine Vielzahl der Teilnehmenden begrüßte die vom LBG bereits umgesetzten Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie am Kriegbach und den nun begonnenen Probetrieb.

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Kritisiert wurde die, aus Sicht der Betroffenen, unzureichende Kommunikation des LBG mit den durch Maßnahmen betroffenen Kommunen und Bürgern vor Ort sowie insbesondere die Kommunikation in den vergangenen Wochen zu der aktuellen Situation am Kriegbach.

Diese Kritik nimmt der LBG sehr ernst und wird die Kommunikation durch einen zukünftig aktiveren Informationsaustausch verbessern, heißt es in der Pressemitteilung. So will der Landesbetrieb Gewässer den regelmäßigen Austausch fortsetzen und sobald belastbare Ergebnisse aus dem Gutachten vorliegen, für den Teilnehmerkreis des ersten Treffens eine weitere Gesprächsrunde initiieren. rp

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